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Einblicke: Uhrmacherschüler Thomas Holzmaier (vorne) zeigt das Guillochieren. Spophia, Alexander und Nikolaus Asteriadis aus Esslingen schauen zu. Foto: Tilo Keller
Einblicke: Uhrmacherschüler Thomas Holzmaier (vorne) zeigt das Guillochieren. Spophia, Alexander und Nikolaus Asteriadis aus Esslingen schauen zu. Foto: Tilo Keller
16.07.2017

Techniken der Schmuckfertigung sehen Besucher in der Goldschmiede- und Uhrmacherschule

Pforzheim. „Altes bewahren und neue Wege gehen – das ist die Herausforderung“, sagte Schulleiter Dr. Michael Kiefer beim Tag der offenen Tür der Goldschmiede- mit Uhrmacherschule am Samstag. Deshalb werde den Schülern ermöglicht, alte Techniken, wie das Guillochieren zu lernen, aber auch neue anzuwenden, wie den 3D-Drucker. Die Einrichtung vereint Berufs- und Berufsfachschule für Goldschmiede und für Uhrmacher, eine Meisterschule für Goldschmiede sowie ein Berufskolleg und eine Fachschule für Gestaltung im Bereich Schmuck und Gerät. Rund 460 Vollzeit- und Teilzeitschüler lernen an der St.-Georgen-Steige.

Am Tag der offenen Tür gab es nicht nur schöne Schmuckobjekte und andere Werke der Schüler zu sehen, auch die Werkstätten waren für einen Besucherrundgang geöffnet. Schüler unterschiedlicher Fachrichtungen saßen an den Arbeitstischen und führten verschiedene Techniken vor. So auch Thomas Holzmaier, Uhrmacherschüler im ersten Jahr, der das Guillochieren zeigte: „Das ist hier wohl eine der letzten Schulen, die noch diese alten Maschinen haben“, stellte er fest und erklärte, dass dieses Handwerk einen ganz anderen Glanz und Charakter habe, als eine entsprechend gepresste Struktur. Auch in der Werkstatt des dreijährigen Berufskollegs für Design, Schmuck und Gerät saßen Schüler konzentriert vor ihren Arbeiten. Aus einer weiteren Werkstatt war das sanfte Hämmern beim Ziselieren zu hören, das angehende Goldschmiede vorführten. „Die Schüler arbeiten an einem Leuchter“, erklärte Lehrer Achim Heinkel.

Ganz anders als in den Werkstätten ging es beim 3D-Drucken zu. „Wenn die Schüler ihre Entwürfe nur auf dem Bildschirm entwerfen, da fehlt einfach etwas“, sagte Lehrer Rob Barneveld. „Hier können sie ihre Entwürfe ausdrucken – vorausgesetzt die Geome-trie lässt das zu.“