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Von Professor Henning Hinderer (links) lernen die Schüler, inwiefern alle Apple-Produkte zueinanderpassen. Ketterl
Von Professor Henning Hinderer (links) lernen die Schüler, inwiefern alle Apple-Produkte zueinanderpassen. Ketterl
20.07.2016

Technische Geräte bilden ein Ökosystem

Zahlreiche Apple-Produkte wie iPhones, iPads und MacBooks hat Professor Henning Hinderer inmitten des Seminarraums auf dem Tisch ausgebreitet. Damit will er nicht etwa Werbung machen, sondern den Teilnehmern der Kinder-Uni vor Augen führen, inwiefern die unterschiedlichen Geräte ein eigenes System bilden und welche Vorteile das Unternehmen daraus zieht.

Ein perfektes Beispiel für Apples Strategie sei dabei das spezielle Ladekabel, erklärt Hinderer, und hält es in die Höhe. Auf der einen Seite habe es einen USB-Anschluss, der den Standards entspricht. So können die Nutzer ihr Gerät einfach und unkompliziert mit jeder Steckdose verbinden. Auf der anderen Seite gebe es einen exklusiven Anschluss nur für Apple-Produkte – ein Vorteil für das Unternehmen, aber oft ein Nachteil für den Kunden, der gezwungen ist, das Originalkabel zu kaufen, erkennen seine Zuhörer schnell.

Was für die Hardware gilt, gilt auch für Programme und Apps wie iTunes und iCloud. Diese Vernetzung der eigenen Produkte, die neben Apple auch andere große Unternehmen wie Microsoft oder Google nutzen, wird als Ökosystem bezeichnet. Wie so oft habe man von der Natur abgeschaut, meint Hinderer. Ursprünglich beschreibe der Begriff die Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Lebewesen und ihrer Umwelt. In der digitalen Welt werde er zukünftig in unterschiedlichen Bereichen eine große Rolle spielen.

Im Anschluss an den theoretischen Teil der Vorlesung sollen sich die Teilnehmer selbst in die Rolle der Unternehmen hineinversetzten und Vorschläge für ein Produktökosystem in die Automobilindustrie sammeln. Die Studenten Ruben Müller, Valentin Havener und Dennis Handtmann unterstützen sie bei der Gruppenarbeit und haben bereits Stellwände sowie Notizzettel vorbereitet.