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24.11.2015

Teilnehmer der Stadtsynode kritisieren Zeitdruck bei geplanter Fusion

Im evangelischen Kirchenbezirk Pforzheim ist im Nachgang zur Sitzung der Stadtsynode vergangene Woche offenbar gehörig Feuer unterm Dach. Die vom Vorsitzenden der Stadtsynode, Christoph Mährlein, dargelegte Strukturreform des Bezirks trifft dem Vernehmen nach auf erheblichen Widerstand.

So sei rund ein Drittel der derzeit 16 Gemeinden im Stadtgebiet nicht damit einverstanden, dass diese seelsorgerischen Einheiten zu fünf Groß-Gemeinden zusammengelegt werden sollen (die PZ berichtete).

Dabei entstünden teils „abstruse räumliche Entfernungen“, heißt es aus Teilnehmerkreisen. Unklarheit und Unsicherheit habe die Ankündigung Mährleins hervorgerufen, zusätzlich zu bereits verkauften oder angebotenen Gemeindehäusern fünf bis sechs weitere zu veräußern. Dies sei nicht zutreffend, so Mährlein. „Es wird keine Verkäufe geben. Immobilien abzustoßen, hat sich in der Vergangenheit nicht bewährt.“ Vielmehr werde daran gedacht, über Vermietungen die Kosten für die Bauunterhaltung zu decken.

Zudem gab es die Befürchtung, dass die Mitarbeiter der Gemeindesekretariate durch die Fusion um ihre Arbeitsplätze fürchten müssten. „Wir beabsichtigen keine betriebsbedingten Kündigungen“, sagt Mährlein. Es liege in der Verfügungsgewalt der Gemeinden, wie sie mit ihren Sekretariaten umgehen. Eine denkbare Möglichkeit sei eine Umgruppierung zu gegebener Zeit.

Bemängelt wurde zudem, dass ein erheblicher Zeitdruck erzeugt worden sei, weil der Grundsatzbeschluss über die künftige Struktur noch vor April getroffen werden solle. „Durch diesen Zeitdruck gibt es für uns kaum noch Möglichkeiten, uns zu orientieren“, sagt ein Kritiker. Insbesondere dadurch, dass Mährlein diese Überlegungen nun bereits gegenüber der PZ geäußert hatte, während bis zur Synode alle Beteiligten noch um Stillschweigen in dieser Phase der Überlegungen gebeten worden seien.

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