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Thomas Sattelberger sprach an der Pforzheimer Hochschule im Studium Generale.
Thomas Sattelberger sprach an der Pforzheimer Hochschule im Studium Generale. © Seibel
07.04.2011

Telekom-Personalvorstand spricht über Frauenquote

PFORZHEIM. Bundesfamilienministerin Kristina Schröder würdigte Personalvorstand Thomas Sattelberger im Dezember 2010 als „Reformer des Jahres“, weil er dafür gesorgt hatte, dass die Deutsche Telekom als erstes DAX-30-Unternehmen eine Frauenquote einführt. Sein Vorhaben: Bis Ende 2015 sollen 30 Prozent der oberen und mittleren Führungspositionen im Unternehmen mit Frauen besetzt sein. Unter dem Motto „Die gläsernen Decken und Wände öffnen“ sprach Sattelberger am Mittwochabend beim Studium generale an der Pforzheimer Hochschule über die Bedeutung von mehr Frauen in Führungspositionen. Er forderte das Eingeständnis von Wirtschaft und Politik, dass man zwar viel für Frauenförderung getan habe, jedoch alle Lösungsansätze gescheitert seien.

„Da ist Deutschland noch auf dem Niveau eines Entwicklungslandes“, sagte Sattelberger. „Eine Frauenquote öffnet die Tür zu einer Auseinandersetzung über neue Unternehmenskultur“, sagte Sattelberger.

Von einer gesetzlichen festgelegten Frauenquote halte er jedoch nichts: „Jedes Unternehmen soll selbst analysieren, was es glaubt, hinzubekommen.“ Der Referent regte an, die Talentpools sowie Talentquellen neu zu gestalten und ein festes Programm zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu entwickeln. Davon würden beide Geschlechter profitieren.