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Obwohl Kassen heute automatisch Warnhinweise geben, wenn hochprozentiger Alkohol verkauft wird, wird er in etlichen Läden immer noch an Minderjährige ausgegeben. Obwohl das verboten ist und Geldstrafen drohen.
Obwohl Kassen heute automatisch Warnhinweise geben, wenn hochprozentiger Alkohol verkauft wird, wird er in etlichen Läden immer noch an Minderjährige ausgegeben. Obwohl das verboten ist und Geldstrafen drohen. © Symbolbild: dpa
16.10.2014

Testkäufe zeigen: So leicht kommen Jugendliche zum Vollrausch

Pforzheim. Die Stadt Pforzheim hat mit dem Haus des Jugendrechts in den vergangenen Tagen wieder Testkäufe durchgeführt. In Lebensmittelläden, in Tankstellen-Shops und an Kiosken versuchte eine minderjährige Auszubildende der Stadt Pforzheim, an hochprozentigen Alkohol zu kommen. Tatsächlich wurde in drei der besuchten acht Ladengeschäfte an die Jugendliche Wodka oder ähnliche Spirituosen verkauft.

Wie bereits bei vorherigen Kontrollen hat sich gezeigt, dass die Verkäuferinnen und Verkäufer gut geschult sind. Zudem leuchten Warnhinweise an den Kassen auf. Trotzdem werden die strengen Vorschriften des Jugendschutzgesetzes häufig nicht beachtet. Die Angestellten müssen mit Bußgeldern bis 300 Euro rechnen. Wenn der Geschäftsinhaber selbst den Alkohol an Minderjährige verkauft, sieht der landeseinheitliche Bußgeldkatalog einen Betrag von 2.000 Euro vor.

Bislang wurden insgesamt 130 Testkäufe durchgeführt, fast bei jedem zweiten (45 %) wurde hochprozentiger Alkohol oder Tabak an die jugendlichen Testkäufer veräußert. Der Weg zum Vollrausch scheint Jugendlichen nicht sonderlich schwer zu fallen. Aufgrund dieser weiterhin hohen Verkaufsquote werden die Kontrollen auch künftig in regelmäßigem Rhythmus durchgeführt werden.