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Wie die Theatermaler tasten sich die beiden Jugendabonnentinnen an das Skizieren heran. Foto: Stiegler
Wie die Theatermaler tasten sich die beiden Jugendabonnentinnen an das Skizieren heran. Foto: Stiegler
01.05.2017

Theatermalerei gibt Einblicke im „acht+“-Workshop

Pforzheim. „Alles, was mit Farben zu tun hat, wird hier hergestellt“, erklärte Melanie Kalkofen, Malerin am Stadttheater Pforzheim, ihren Schützlingen, und zeigte mit dem Finger auf die einladende Theaterwerkstatt. Gemeinsam mit Azubi Mark Reindl ermöglichte Kalkofen den vier Teilnehmerinnen des neuerlichen „acht+“-Premiumworkshops wertvolle Einblicke in die kreative Arbeit der Bühnenmaler. Die Fertigungsstätte mit der besonders hohen Decke, in der sonst für gewöhnlich Tische und Stühle für die Bühne lackiert werden, stand schon für die jungen Besucher bereit. Und das Team des Malersaals hatte sich für die Workshop-Teilnehmerinnen etwas ganz besonderes ausgedacht: Ein eigenes Poster aus Baumwollstoff gestalten und dabei spielerisch die Arbeitstechniken der Theatermaler kennenlernen, die einige ungeahnte Besonderheiten zu bieten haben.

Zeichnen mit Kohle

Nachdem Carolin Grausam (15) und Sophia Morelli (19), beide Jugendabonnentinnen des Stadttheaters, und ihre Freundinnen sich für ein Motiv unter den bereitgestellten Vorlagen entschieden hatten, ging es an die Arbeit. Zunächst galt es, mittels Geodreieck und Stift ein zentimetergenaues Raster auf die Papierausdrucke zu zeichnen. Mit diesem Trick konnten auch später im handgezeichneten Großformat nahezu identische Proportionen gewährleistet werden. Und hierbei wurde es besonders knifflig: Mit Zeichenstöcken, deren Kohlespitzen einem gewöhnlichen Bleistift ähnelten, zeichneten die jungen Künstlerinnen freihändig und im Stehen Umrisse und Konturen auf den weiß grundierten Baumwollstoff. Geduld und eine ruhige Hand zahlten sich schließlich aus, und so entstanden Werke, die sich sehen lassen konnten.