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Sie sind scharf auf Anerkennung im Internet: Im Theaterstück „Fake Paradise“ zeigen Alessandra Ehrlich, Pat Mueller und Catalina Suchomel (von links) die Auswirkung von Mobbing und Verhetzung. Foto: Moritz
Sie sind scharf auf Anerkennung im Internet: Im Theaterstück „Fake Paradise“ zeigen Alessandra Ehrlich, Pat Mueller und Catalina Suchomel (von links) die Auswirkung von Mobbing und Verhetzung. Foto: Moritz
06.05.2019

Theaterstück „Fake Paradise“: Von Hassreden und falschen Fakten

Darf man den Ausdruck Türkenpisser sagen? Nein, das sei Rassimsmus, sagt Schauspielerin Alessandra Ehrlich bei der Diskussion mit Schülern über das Stück „Fake Paradise“ im Jugendtreff Kupferdächle. Und eine Schülerin im Zuschauerraum pflichtet bei: „Lehrer sollen ein Vorbild sein, sie haben Verantwortung.“ Alessandra Ehrlich und Gerburg Maria Müller leiten die Produktion, letztere führte die Regie.

Ehrlich verkörpert in dem Vier-Personen-Stück unter anderem eine Lehrerin, die sich zu populistischen Einschätzungen hinreißen lässt. Es geht um das Verdrehen von Fakten, Populismus und die Gefahr von Hassreden im Internet und um die Sucht nach Bestätigung durch Likes und um den schwindenden Respekt anderen Menschen gegenüber. Mit der facettenereichen ,schnellen Inszenierung, in der die Schauspieler ständig mit dem Publikum interagieren, haben sich gestern 150 Mädchen und Jungen (Klassenstufe 7 bis 9) von Otterstein-, Schanz- und Südstadtschule sowie dem Fritz-Erler-Gymnasium auseinandergesetzt. Das neue Projekt des Künstlernetzwerks News Limes und WIR! hat auf Initiative des regionalen Demokratiezentrums Pforzheim in Kooperation mit dem Demokratiezentrum Baden-Württemberg anschaulich gemacht, wie stark das Internet manipuliert. In Workshops werden die Themen außerdem vertieft und aufbereitet.