nach oben
Haben neue Pläne: Parkplatz, Taubenhaus und Garagen sollen weichen, um der neuen Quarantäne Platz zu machen. Der Vorsitzende des Tierschutzvereins René C. Maier-Stadtaus, und Schatzmeisterin Susanne Fuchs freuen sich über die Lösung.  Belle
Haben neue Pläne: Parkplatz, Taubenhaus und Garagen sollen weichen, um der neuen Quarantäne Platz zu machen. Der Vorsitzende des Tierschutzvereins René C. Maier-Stadtaus, und Schatzmeisterin Susanne Fuchs freuen sich über die Lösung. Belle
07.06.2017

Tierheim Pforzheim plant ersten Spatenstich: Quarantäne-Station ist auf gutem Weg

Das Tauziehen um den Quarantäne-Neubau auf dem Gelände des Tierheims Pforzheims am Wartberg geht seinem Ende zu. Seit Jahren wollen das Leitungsteam sowie der Tierschutzverein Pforzheim und Umgebung als Träger der Einrichtung die Station verwirklichen, die auch laut den Veterinärämtern von Stadt und Enzkreis dringend notwendig ist.

Denn wie Tiere mit ungewissem Gesundheitszustand bislang im Tierheim untergebracht sind, birgt ein hohes Risiko der Ansteckung für gesunde Vierbeiner.

Die Einrichtung hat Verträge mit Kreis und Stadt, in diesem Gebiet gefundene oder beschlagnahmte Tiere aufzunehmen. Die Veterinärbehörden verordnen dann bei ungewissem Gesundheits- und Impfstatus der Tiere eine Quarantäne. Die Isolierphase kann bis zu sechs Monaten dauern. In dieser Zeit werden die Neuankömmlinge zwar in getrennten Zwingern gehalten, eine richtige Abschottung ist aber weder vom übrigen Bestand noch von den Besuchern möglich.

Die Pläne des Pforzheimer Büros Geiger Architektur liegen bereits lange vor, die Baugenehmigung der Stadt ebenso. Doch das Tierheim-Team hat noch einmal umgeschwenkt, unter anderem als Reaktion auf die immense Gegenwehr aus der Nachbarschaft, die sich vor allem wegen Lärms sorgte (die PZ berichtete). Anstatt des Standortes auf der Wiese im Eingangsbereich soll der Neubau nun im Norden des Grundstücks entstehen, zwischen Wohnhaus und bisherigem Verwaltungstrakt. Parkplätze, Taubenhaus und Garagen müssen dafür weichen oder andernorts Platz finden. Das neue Vorhaben sei einerseits komplexer, da die Straße dafür verlegt werden müsse, andererseits einfacher, da das Gebäude nun dort entstehen soll, wo sämtliche Versorgungsleitungen entlanglaufen, sagt der Vorsitzende des Tierschutzvereins, René C. Maier-Stadtaus. Den Kosten, die das zweite Baugenehmigungsverfahren mit sich bringe, das derzeit läuft, stünden weitere Vorteile entgegen: Die Wiese, das „Aushängeschild“ im Eingangsbereich, bleibe erhalten, und Tiere müssten vom Tierarzt zur Quarantänestation keine so weite Strecke zurücklegen. Der Vorsitzende erwartet die Baugenehmigung in den kommenden Wochen. Nach einem klärenden Gespräch mit den Anwohnern habe es in diesem Anlauf auch keine Einsprüche gegen das Vorhaben gegeben.

Mehr als zwei Drittel der Gesamtkosten von einer Million Euro, mit denen Maier-Stadtaus kalkuliert – alles inklusive bis zur Schreibtischlampe –, hat das Tierheim bereits zusammen, sagt die Schatzmeisterin des Vereins, Susanne Fuchs. Über große Erbschaften und Spenden sei die Summe zusammengekommen. Weitere große Zuwendungen seien zugesichert, so dass Maier-Stadtaus mit dem ersten Spatenstich im Frühjahr 2018 rechnet. Mehr lesen Sie am Donnerstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.