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Bloß niemand am Telefon Auskunft über Geld oder Schmuck geben. Am besten auflegen und bei der Polizei melden. So fällt man nicht auf falsche Enkel in Not oder falsche Polizisten herein. 

Tipps für Senioren und Angehörige gegen falsche Polizisten und Enkel in Not

Karlsruhe/Pforzheim. Im vergangenen Jahr haben Betrugsmaschen wie "falscher Polizeibeamter" oder "Enkeltrick" zu hohen Schadenssummen von mehreren Hunderttausend Euro geführt. Daher startet das Polizeipräsidium Karlsruhe noch eine bis zum 12. Juli dauernde Themenwoche, bei der es um Straftaten geht, von denen hauptsächlich ältere Menschen betroffen sind.

Die Termine in Pforzheim und Calw

In unserer Region gibt es am Montag, 8. Juli, von 7 Uhr bis 11 Uhr Bürgergespräche mit Spezialisten der Polizei in der Fußgängerzone Calw.

Am Mittwoch, 10. Juli, 10 Uhr bis 11 Uhr, folgen Information für Taxifahrer am Hauptbahnhof Pforzheim.

Ein Präventionsvortrag zum Thema Enkeltrick klärt am Donnerstag, 11. Juli, von 13.15 Uhr an die Zuhörer im Fritz-Erler-Gymnasium auf.

Laden Sie hier das Programm der Polizei-Themenwocher herunter

Spricht man ältere Menschen gezielt auf das Phänomen an, sind die Tricks und Betrügereien sehr wohl bekannt. Dennoch gelingt es den Betrügern immer wieder, die oft noch rüstigen Opfer geschickt hinters Licht zu führen und psychisch derart unter Druck zu setzen, damit sie an ihr Erspartes gelangen.

Die Täter gehen äußerst geschickt vor und schaffen es, ihre Opfer zu manipulieren. Häufig rufen Sie vielfach an und erzeugen Angst wie auch Verunsicherung, indem sie vor fiktiven Einbrecherbanden warnen. Die Betrüger geben sich als hilfsbereite Polizeibeamte aus, die zum Beispiel Geld und Wertsachen in Sicherheit bringen.

Themenwoche für Senioren und junge Angehörige

Daher hat sich die Karlsruher Polizei nun vorgenommen, mit dieser Themenwoche nicht nur ältere, sondern auch deren jüngeren Angehörigen und Bekannte für diese unliebsame Kriminalitätsform zu sensibilisieren. Denn nicht nur die unmittelbar betroffenen Senioren sind aufgefordert achtsam zu sein. Auch deren Kinder und Enkelkinder sollen angehalten werden, mit ihren Angehörigen ein aufklärendes Gespräch zu führen und das richtige Verhalten bei verdächtigen Anrufen zu besprechen.

Kommt es zu einem solchen Anruf, ist oberstes Gebot, niemals fremden Personen Geld auszuhändigen. Stattdessen sofort auflegen und unverzüglich die Polizei unter Notruf 110 anrufen! Den Anruf selbst anwählen und niemals über die Rückruftaste, da man sonst wieder die "falschen Polizisten" anruft!

Ganz wichtig: Die "echte" Polizei würde unter keinen Umständen dazu auffordern, Geld oder Wertsachen an Kolleginnen oder Kollegen zu übergeben.

Hier können Sie Informationsblätter der Polizei herunterladen:

Betrugsmasche Falscher Polizeibeamter

Betrugsmasche Falscher Polizist

Broschüre: Sicher zu Hause - Ratgeber für Senioren

Broschüre: Im Alter sicher leben

Drei wichtige Tipps der Polizei:

  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und übergeben Sie  grundsätzlich niemals Geld an fremde Personen, auch nicht der vermeintlichen Polizei, und stellen Sie keine Wertgegenstände zur Abholung vor die Tür.
  • Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung.
  • Verständigen Sie sofort die Polizei und sprechen Sie mit Ihnen vertrauten Personen, Angehörigen oder Freunden über den Vorfall.

Es ist nie zu spät für eine Meldung bei der Polizei

Betroffene, die bereits Geld an Unbekannte weitergegeben haben, sind oft verunsichert und im Nachhinein selbst erschrocken über ihr Handeln. Häufig kommt die bittere Erkenntnis, einem Betrüger aufgesessen zu sein, erst später - oft zu spät. Auch in diesem Fall bittet die Polizei um Erstattung einer Anzeige. Denn jeder Tipp kann helfen, solche Betrüger zu überführen. Falls ein Verein, eine Interessengemeinschaft oder Seniorengruppe Interesse an einem Vortrag der Polizei hat oder Infomaterial benötigt, kann man sich an das Referat Prävention des Polizeipräsidiums Karlsruhe wenden.

Info-Material zur Weitergabe (Flyer, Broschüren, usw.) ist beim Referat Prävention unter der Telefonnummer (0721) 666-1201  oder per E-Mail an karlsruhe.pp.praevention@polizei.bwl.de zu erhalten.

Informationen findet man auch im Internet unter https://praevention.polizei-bw.de/praevention/eigentum/

Dort können auch Audio- und Videosequenzen von nachgestellten Echtfällen angehört und auch angeschaut werden. Weitere Verhaltensempfehlungen sowie einen Comicstrip, der das Vorgehen der Täter veranschaulicht, hat die Polizei auch auf ihrer Internetseite zusammengestellt unter:

https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/betrug-im-namen-der-polizei/

Bei Interesse einer Terminbegleitung bitten wir um kurze Anmeldung bei der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit unter der Telefonnummer (0721) 666-1111.