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„Jungen brauchen klare Ansagen“ lautete die Veranstaltung im PZ-Forum (von links) mit Buchautor Reinhard Winter, Co-Organisator Stefan Striehl vom Arbeitskreis Jungen und Männer sowie PZ-Redakteur Alexander Heilemann. Foto: Seibel
„Jungen brauchen klare Ansagen“ lautete die Veranstaltung im PZ-Forum (von links) mit Buchautor Reinhard Winter, Co-Organisator Stefan Striehl vom Arbeitskreis Jungen und Männer sowie PZ-Redakteur Alexander Heilemann. Foto: Seibel
21.04.2016

Tipps zum Umgang mit Jungen gibt Reinhard Winter im PZ-Forum

Man kann es nicht leugnen. Insbesondere in der Pubertät gleichen heranwachsende, junge Männer bisweilen Primaten, die von einem ausgeprägten Revierverhalten geleitet sind. Es beginnt schon mit der Ritterburg und ihren Figuren. Hierarchische Strukturen einerseits, das Ausleben von Fantasien andererseits.

Der galante Ritter im Auftrag der Königin, edler Recke und starker Waffenarm. Der Heranwachsende muss und will seinen Platz auch im wahren Leben finden. Ein schwieriges Unterfangen, für Jungen ebenso wie für Eltern. Unter der Moderation von PZ-Redakteur Alexander Heilemann referierte der Tübinger Diplom-Pädagoge, Erziehungswissenschaftler und Geschlechterforscher Reinhard Winter (57) nach seinem Auftritt 2012 nun erneut im PZ-Forum. Der Titel seines aktuellen Buchs lautet „Jungen brauchen klare Ansagen“. Der Titel ist Programm und Kurzanleitung zugleich.

Klare Kante zu zeigen, verlangt insbesondere den Eltern einiges ab, denn Erziehung – und daran lässt der Pädagoge keinen Zweifel – ist kein Zufallsprodukt. Im Gegenteil: Nur wer mit gutem Beispiel vorangehe und eine wertebasierte Erziehung vorlebe, dürfe darauf hoffen, Jungen in den Griff zu bekommen, oder um es liebevoller auszudrücken: den bisweilen unerträglich nervenden Nachwuchs fürsorglich zu lenken. Ausweichen könne man dieser Konfrontation nicht. Jungen suchten während der Pubertät regelrecht die Auseinandersetzung. Winter verdeutlichte, dass Jungen ein großes Bedürfnis an Orientierung und Führung haben.