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Versuchte Tötung mit Messer: Ermittlungsgruppe fahndet
Versuchte Tötung mit Messer: Ermittlungsgruppe fahndet © Symbolbild: dpa
14.03.2012

Tötungsversuch im Fitnessstudio: Ermittlergruppe fahndet

Pforzheim. Noch völlig unklar sind die Umstände der Bluttat, die sich in einem Fitness-Studio an der Pforzheimer Habermehlstraße ereignet hat. Eine Ermittlungsgruppe aus 14 Beamten versucht fieberhaft, die Hintergründe aufzuhellen und den immer noch flüchtigen Täter zu fassen. Am Dienstag kurz vor 17 Uhr hatte der bislang Unbekannte im Treppenhaus des Studios zugestochen.

Wie Polizeisprecher Frank Otruba berichtet, war ein kurzer Disput mit dem 25-jährigen Opfer vorausgegangen. Mit mehreren Messerstichen fügte der Mann dem jungen Studio-Besucher lebensgefährliche Verletzungen in Brust und Bauch zu. Er ist inzwischen außer Lebensgefahr. Die Staatsanwaltschaft geht von einem versuchten Tötungsdelikt aus.

Der Vorfall gibt den Ermittlern gleich in mehrfacher Hinsicht Rätsel auf. Zum einen passe der Tatort – ein gediegenes Studio mit vielen älteren Kunden – überhaupt nicht ins Bild, so Otruba. Zum anderen gibt es nur eine schlechte Täterbeschreibung. Zwar hatte der 25-Jährige zuvor trainiert. Doch der Täter sei nur kurz ins Studio gekommen, habe sein Opfer gesucht und sei dann rasch geflohen. Der 25-Jährige selbst sei bislang nur kurz ansprechbar gewesen. Auch zum etwaigen Fluchtmittel des Messerstechers gibt es derzeit keine Hinweise.

Die Kripo ermittelt in alle Richtungen. Eine Beziehungstat wird ebenso wenig ausgeschlossen wie persönliche Motive. Noch am frühen Dienstagabend hatten Gerichtsmediziner den verglasten Treppenaufgang unter die Lupe genommen. Oberstaatsanwalt Christoph Reichert machte sich vor Ort ein Bild von der brutalen und rätselhaften Tat. Polizeibeamte bewachten den abgesperrten Zugang zum Studio. Davor standen kopfschüttelnd Kunden, denen der Schreck ins Gesicht geschrieben war.