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Engagiert, geistreich und wortgewandt – so erleben Zuhörer Bischof Wolfgang Huber in der Stadtkirche.
Engagiert, geistreich und wortgewandt – so erleben Zuhörer Bischof Wolfgang Huber in der Stadtkirche.
Gruppenbild mit Bischof: Friedrich Katz (Schulkamerad), OB Gert Hager, Dekanin Christiane Quincke, Wolfgang Huber, Christoph Mährlein (Vorsitzender der Stadtsynode), Gerhard Heinzmann und Joachim Becker (beide Reuchlin-Gesellschaft, von links). Fotos: Meyer
Gruppenbild mit Bischof: Friedrich Katz (Schulkamerad), OB Gert Hager, Dekanin Christiane Quincke, Wolfgang Huber, Christoph Mährlein (Vorsitzender der Stadtsynode), Gerhard Heinzmann und Joachim Becker (beide Reuchlin-Gesellschaft, von links). Fotos: Meyer
06.10.2016

Toleranz ist Christenpflicht – Wolfgang Huber spricht in der Stadtkirche

Pforzheim. An Pforzheim, die Stadt des großen Humanisten Johannes Reuchlin, hat Wolfgang Huber (74) gute Erinnerungen: Hier wurde der ehemalige Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche in Deutschland, 2013 gemeinsam mit seinem Freund, dem Mainzer Kardinal Karl Lehmann, mit dem Reuchlinpreis geehrt. Huber nennt dies „eine der ganz großen Erfahrungen der vergangenen Jahre“.

An diesem Abend steht er in der Stadtkirche vor mehreren hundert Menschen an der Kanzel, spricht , über „Toleranz – Schatten und Licht der Reformation“ – wenige Wochen vor der feierlichen Eröffnung des Reformationsjubiläums in Berlin durch Bundespräsident Joachim Gauck. Bereits vor einem Jahr hätte Huber diesen Toleranz-Vortrag und die zwiespältige Haltung Martin Luthers halten wollen und sollen. Gesundheitliche Gründe verhinderten dies – was im Nachhinein sein Gutes hat, findet Huber doch nun im Nachgang des Nationalfeiertags den aktuellen Anknüpfungspunkt zur real existierenden Intoleranz, wie sie in Dresden offen und hässlich zutage trat. Wie Bundeskanzlerin und Bundestagspräsident sich als „Volksverräter“ beschimpfen lassen mussten und ein afrikanischer Christ auf dem Weg in den Gottesdienst in der Frauenkirche mit Affenlauten und der Aufforderung „Abschieben“ diskriminiert wurde. Huber: „Der Toleranz dient man nur, wenn man der Intoleranz deutlich widerspricht.“ Mehr lesen Sie am Freitag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

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