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18.02.2011

Tonnenweise Waffen zu Baustahl eingeschmolzen

PFORZHEIM. Kisten randvoll gefüllt mit Waffen. Peer Müller und seine Mitarbeiter haben beim Kampfmittelbeseitigungsdienst einiges zu tun. Bei ihnen landen legal abgegebene Waffen, aber auch gerichtlich eingezogene. In den Kisten finden sich nicht nur Schusswaffen, sondern auch Butterflymesser und manchmal auch eine Machete. Im Ofen werden die Waffen über Nacht verbrannt - übrig bleibt Metall.

Die Waffen sind in diesem Zustand definitiv unbrauchbar, werden jedoch um jeglichen Missbrauch zu vermeiden zu den Stahlwerken transportiert und dort eingeschmolzen. Aus den ehemaligen Waffen entseht beispielsweise Baustahl. Martina Dann ist Leiterin der Abteilung Sicherheit und Ordnung in Pforzheim. Vor allem nach dem Amoklauf in Winnenden hatten sie auf der Waffenbehörde viel zu tun.

Allein im ersten Halbjahr nach Winnenden wurden allein in Pforzheim 800 Waffen abgegeben. Wöchtenlich musste da die im Tresor gelagerten Waffen zur Landedeskriminaldirketion in Karlsruhe gefahren werden -von dort aus wurden sie dann weiter zum Kampfmittebeseitigungsdienst nach Stuttgart transportiert. Mittlerweile ist die Zahl der abgebenen Waffen in Pforzheim wieder gesunken. tv-bw