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12.08.2013

Top-Mann der Hells Angels wegen Kokain-Deal verurteilt

Pforzheim/Enzkreis. Zu zwei Jahren und vier Monaten - nominell Gefängnis, de facto allerdings im offenen Vollzug - ist am Montag vor dem Schöffengericht ein 43-jähriger Mann verurteilt worden. Er war geständig, in mehreren Deals insgesamt 150 Gramm zum Teil hochreines Kokain an den Mann gebracht zu haben: einen 51-jährigen Autohändler aus dem östlichen Enzkreis. Dieser erhielt zehn Monate auf Bewährung und eine Geldauflage von 4000 Euro.

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Pech für die beiden, dass der Händler auf einen verdeckten Ermittler der Polizei hereinfiel. Bei dem muskulösen 43-Jährigen handelt es sich um den ehemaligen Sergeant at Arms der Hells Angels, also den für die Disziplin in der Truppe zuständigen Rocker. Das kam zwar in der Verhandlung nicht zur Sprache, aber die Tatsache gewinnt dadurch an Bedeutung, als der Bruder des ehemaligen Vize-Chefs des verbotenen Charters Borderland zeitweise der Verhandlung folgte, der Mann von Uwe Kirsch verteidigt wurde von der Kanzlei, die üblicherweise Mitglieder und Unterstützer der Hells Angels verteidigt und dadurch, dass der offiziell von Hartz IV und Zuwendungen von Freunden lebende Rocker einen Mercedes 500 S als fahrbaren Untersatz hatte.

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