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Das leer stehende Hausmeistergebäude der Karl-Friedrich-Schule soll zum Jugendtreff werden. Foto: Frei
Das leer stehende Hausmeistergebäude der Karl-Friedrich-Schule soll zum Jugendtreff werden. Foto: Frei
18.05.2017

Treffpunkt geplant: Eutinger Jugend kann hoffen

Pforzheim-Eutingen. Seit Jahren warten die Eutinger Jugendlichen, dass sie (wieder) Räume für einen eigenen Treffpunkt erhalten. Am Mittwochabend besichtigten die Mitglieder des Ortschaftsrats vor ihrer Sitzung zusammen mit Claudia Becker, der Leiterin der Karl-Friedrich-Schule, sowie Hartmut Wagner (Geschäftsführer des Stadtjugendrings) und Axel Baumbusch (Jugendarbeit Stadtteile), zwei mögliche Objekte: den früheren Gottesdienstraum der evangelisch-methodistischen Kirchengemeinde beim Bäuerlichen Museum und das nicht mehr genutzte Hausmeistergebäude (Inselstraße 1) bei Schule und Hallenbad.

Der Kirchenraum liegt ungünstig an einer viel befahrenen Straße, und darüber befinden sich Mieter. Wobei Baumbusch anmerkte, der Gottesdienstsaal biete sich durchaus mal für Konzerte an. Die leer stehende Hausmeisterwohnung bietet viel Auslauf. Doch die Entscheidung für dieses Objekt heißt noch lange nicht, dass es auch kurzfristig als Jugendtreff genutzt werden kann. „Jetzt muss noch geklärt werden, wie umfangreich die notwendigen Umbauten sind“, lässt die städtische Pressestelle auf PZ-Anfrage wissen. Zudem kann wohl die Eröffnung des Kita-Neubaus zum Schuljahresbeginn nicht eingehalten werden. Sie kann wohl erst frühestens im Oktober bezogen werden. Daher benötigt die Schule, hier wird künftig eine Klasse mehr unterrichtet, zusätzlichen Platz für die Kernzeitbetreuung. Übergangsmäßig, darin wird keine große Schwierigkeit gesehen, wäre zur Überbrückung des Engpasses eine Doppelnutzung der Hausmeisterzimmer möglich – wenn diese rechtzeitig saniert werde.

Ein Dauer-Ärgernis ist die Verkehrssituation an der Enzstraße zwischen Jägerstraße und Waldhornstraße. Zwischen den beiderseits parkenden Autos bleibt nur eine Fahrspur. Staus bis weit über die Enzbrücke und auf der anderen Seite zum Park seien keine Seltenheit, beklagte CDU-Ortschaftsrat Rolf Kümmel, dessen Fraktion daher ein von allen unterstütztes einseitiges Parkverbot beantragte. Dies, so Ute Heidl (Unabhängige Bürger), habe sie ebenfalls schon lange gewünscht, doch der Missstand sei bei den Verantwortlichen der Stadtverwaltung und der Polizei bei den Verkehrsschauen stets ignoriert werden. Zudem wurde darauf verwiesen, dass bei Unfällen zwischen den Autobahn-Anschlussstellen Ost und Nord selbst der Schwerverkehr sich einen Weg über dieses Nadelöhr zur Anschlussstelle Nord suche.

Dem Wunsch des Ortschaftsrats, das Eutinger Hallenbad samstags für die Bevölkerung zu öffnen, wird weiterhin nicht umgesetzt, so Ortsvorsteher Helge Hutmacher. Samstagvormittags werde das Bad gereinigt, nachmittags gebe es kein Personal. „Dies ist für uns unbefriedigend“, bekundete Bernd Zilly (Unabhängige Bürger).

Mehr Polizeipräsenz in Eutingen wünscht sich Brigitte Langer-Glock (CDU), die zudem bemängelt, dass über Straftaten im Stadtteil kaum etwas öffentlich bekannt werde. Wenn das für den Stadtteil zuständige Polizeirevier Kieselbronn dem Ortschaftsrat einmal im Jahr einen Bericht erstatte, sei dies zu wenig. Die CDU will dazu noch einen Antrag einbringen.