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Eine 37-Jährige wurde von einem Trickdiebduo um Geld und Schmuck im Wert von 4000 Euro gebracht. 
Eine 37-Jährige wurde von einem Trickdiebduo um Geld und Schmuck im Wert von 4000 Euro gebracht.  © Symbolbild: Pixabay
27.07.2017

Trickbetrügerinnen nutzen Aberglauben russischstämmiger Frau schamlos aus

Pforzheim. Nachdem jeweils zu Beginn der Monate Juni und Juli in Karlsruhe zwei russischstämmige Frauen Opfer eines weiblichen Trickdiebduos geworden sind, ist nun in auch in Pforzheim am Mittwoch, 13.30 Uhr, eine 37 Jahre alte Frau mit fast identischer Masche um Geld und Schmuck im Wert von über 4.000 Euro gebracht worden. Auch in diesem Fall nutzten die Täterinnen den Aberglauben ihrer Landsfrau schamlos aus.

Fast deckungsgleich wie Anfang Juni in der Karlsruher Innenstadt sprach zunächst eine Frau die 37-Jährige beim Alten Rathaus an der Östlichen Karl-Friedrich-Straße in ihrer Heimatsprache an und behauptete, sie sei mit einem Fluch belegt. Kurz darauf kam die zweite Täterin hinzu und gab nun vor, dass ihr Vater dank der ersten Frau von einem solchen Fluch befreit worden sei.

In der Folge ging die Geschädigte auf die Forderungen der beiden Unbekannten ein, ging mit ihnen einkaufen, holte Geld und Goldschmuck von Zuhause und wurde schließlich angewiesen, ihre Wertsachen in Servietten einzuwickeln. Nach einer Art Gebetsprozedur, bei der auch noch drei Flaschen Parfum und ausgerissene Haare der 37-Jährigen eine Rollte spielten, erhielt sie die Servietten wieder zurück. Danach leistete sie der Anweisung Folge, bis zu einer Ampel zu gehen und dort die Servietten fallen zu lassen.

Als die Frau dabei dann feststellte, dass nur noch wertlose Steine im Papier eingewickelt waren, hatten sich die Täterinnen längst aus dem Staub gemacht. Der von den unbekannten Frauen angewandte Trick ist auch als "Budscho-Phänomen" bekannt.

Die Polizei warnt insbesondere russische Frauen, die offenbar einen Hang zum Übersinnlichen haben, vor dem Auftreten der im aktuellen Fall nur vage beschriebenen Gaunerinnen und bittet bei deren neuerlichem Auftreten um sofortige Nachricht über Notruf 110.