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Rentierdusche: Tierpfleger Andreas Herrmann spendiert den Vierbeinern eine Abkühlung. Der Wildpark bekommt die Dürre zu spüren. Foto: Ketterl
Rentierdusche: Tierpfleger Andreas Herrmann spendiert den Vierbeinern eine Abkühlung. Der Wildpark bekommt die Dürre zu spüren. Foto: Ketterl
Beim Heim am Hachel dreht sich alles um das kühle Nass: Rudolf Karrenbach, Betreuerin Annerose Hagenbuch und Ingrid Bohn (von links) greifen zu. Foto: Ketterl
Beim Heim am Hachel dreht sich alles um das kühle Nass: Rudolf Karrenbach, Betreuerin Annerose Hagenbuch und Ingrid Bohn (von links) greifen zu. Foto: Ketterl
30.07.2018

Trinken und duschen: Wie der Wildpark und die Gesundheitsdienste mit der Hitze umgehen

Pforzheim. Die Stadt ächzt unter der Hitze: Ob Wildpark oder Krankenhaus – Einrichtungen müssen sich auf veränderte Bedingungen einstellen und auf einen erhöhten Wasserverbrauch.

Tierpfleger Andreas Herrmann rechnet für diesen extremen Sommer mit einem erhöhten Wasserverbrauch von bis zu 40 Prozent im Wildpark. Zweimal am Tag müssen er und seine Kollegen die Wannen in den Gehegen mit bis zu 90 Liter füllen, damit die Tiere nicht verdursten. Für die Rothirsche und Wildschweine brauche man zusätzlich Wasser, um Suhlen anzulegen, erklärt der stellvertretende Wildparkleiter Herrmann. Fast überall lägen an den Gehegen Wasserleitungen – doch für die fünf Esel müssen am Tag 100 Liter in Kanistern angefahren werden, für die Guanakos nebendran 50 Liter am Tag. Den sechs Rentieren haben die Tierpfleger einen Regner aufs Stalldach gebaut – eine willkommene Dusche.

Stress für die Helfer

Das Helios Klinikum registriert vermehrt Eingänge in der Notaufnahme aufgrund der Hitze. Prozentual könne man den Zuwachs aber nicht benennen, sagt Pressesprecherin Anja Beeretz. Denn Schwindel, Kreislauf- oder Herzbeschwerden spielten bei den Aufnahmen älterer Leute oftmals zudem eine Rolle. Entwässernde Medikamente seien mitunter kontraproduktiv. Der Raum Intensiv-OP sei klimatisiert, die normalen Stationen nicht. Deshalb gilt, was auch für das Heim am Hachel oberstes Gebot ist: Das Haus nachts lüften und morgens die Rollläden runter. „Wir müssen genug zu trinken anbieten“, erklärt Heimleiter Stefan Hofsäß. Zwei Drittel der 210 Bewohner seien demenziell erkrankt. Die Pfleger müssten gerade diese Menschen vermehrt ans Trinken erinnern, weil sie es vergessen.

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