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Mitarbeiter der Technischen Dienste montieren Spielgeräte.  Foto: Meyer 

Trinker sollen ferngehalten werden: Spielgeräte als Spielverderber im Pforzheimer Schloßpark

Pforzheim. Im Schloßpark ist am Donnerstag ein kleiner Kinderspielpunkt mit zwei Federwipptieren eingerichtet worden. Damit haben Polizei und Stadtverwaltung nach eigener Darstellung eine bessere Handhabe, um gegen Gruppen vorzugehen, die auf dem Parkgelände negativ auffallen, weil sie Alkohol trinken, lautstark auftreten oder Passanten sich massiv gestört fühlen.

Denn auf öffentlichen Spielplätzen und in deren Umfeld darf kein Alkohol getrunken werden. Gleiches gilt für den Konsum von Drogen oder anderer Betäubungsmittel. „Wir zeigen mit der Maßnahme, dass wir das Sicherheitsbedürfnis der Menschen ernst nehmen und auch bereit sind, zu kurzfristigen, schnellen Lösungen zu greifen“, so Oberbürgermeister Peter Boch. Langfristig soll ein etwas umfangreicherer Spielpunkt entstehen, der dann auch tatsächlich eine größere Attraktivität für Kinder entwickelt.

Auch Erster Bürgermeister Dirk Büscher, der wie Boch die gute Zusammenarbeit mit der Polizei lobt, bekräftigt: „Das ist eine sehr gute, kurzfristige Maßnahme. Die dezernatsübergreifende Zusammenarbeit hat sehr gut funktioniert.“ Dennoch weist der Sicherheitsdezernent darauf hin, dass der Spielpunkt kein Allheilmittel sei. „Er ist Teil einer Strategie, zu der auch andere Maßnahmen gehören müssen – zum Beispiel das bereits laufende Engagement der Sozialarbeit.“ Büscher und Boch sind sich aber einig: „Der Schloßpark muss auch nachts offenbleiben. Ihn nachts zu verriegeln, ist keine Lösung.“

Olaf Lorch-Gerstenmaier

Olaf Lorch-Gerstenmaier

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