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Florian Knapper (mit Helm) und Referent Michael Grüner in Aktion.  Läuter
Florian Knapper (mit Helm) und Referent Michael Grüner in Aktion. Läuter
07.02.2016

Tritte für den guten Zweck: „Benefiz-Kampfkunst-Event“ des Polizeisportvereins unterstützt die Beratungsstelle Lilith

Rund 35 Teilnehmer haben am Samstag an einem „Benefiz-Kampfkunst-Event“ des Polizeisportvereins Pforzheim in der Jahnhalle teilgenommen. Die Mitglieder der Abteilung „Moderne Selbstverteidigung“ Florian Knapper, Michael Burger und Jessica Spiertz, organisierten sie. Die zeigten sich durchaus zufrieden mit der Teilnehmerzahl: „Es hätten höchstens noch zehn mehr sein dürfen“, so Knapper, der für das Training im Verein verantwortlich zeichnet, sonst wäre die gute Betreuung nicht mehr machbar gewesen

.Als Referenten hatten die Organisatoren vier hochkarätige Spezialisten aus ganz Süddeutschland gewinnen können, die unentgeltlich ihr Wissen und Können zur Verfügung stellten. So den Münchner Michael Grüner, der das Selbstverteidigungssystem TSD (Tactical Solutios for Defense) entwickelt hat, und der ehemalige Judo-Bundesligist, deutsche Vizemeister und Europa Cup-Kämpfer, Dennis Buttler.

Von 9.30 bis 17 Uhr standen für die Teilnehmer, die aus ganz Baden-Württemberg angereist waren, vielerlei Übungen aus den Kampfsportarten Jeet Kune Do-Concepts, Jiu Jitsu, Filipino Martial Arts, Judo oder auch Escrima auf dem Programm.

Die Teilnahmegebühren werden der Beratungsstelle Lilith, die sich dem Schutz von Jungen und Mädchen vor sexueller Gewalt verschrieben hat, zugute kommen. Die Organisatoren rechnen damit, dass sie nach Abzug von Unkosten für das Event einen Betrag von mehreren Hundert Euro überweisen können. Für Lilith habe man sich entschieden, weil man zum einen ein Projekt gegen Gewalt und für Kinder gesucht habe und zum anderen, weil man damit ein Zeichen gegen das Bild gewaltvernarrter Kampfsportler setzen wolle. Kampfsport habe nämlich nichts mit Gewalt zu tun, sondern deren Vermeidung, so Knapper.

Angesichts des Erfolgs wird es voraussichtlich im kommenden Jahr eine Wiederholung geben. Im Vorfeld habe man dennoch einigen Interessenten erklären müssen, dass es sich nicht um einen Crashkurs in Sachen Selbstverteidigung handle, der womöglich wegen der Ereignisse in Köln aufgelegt worden sei. Die Organisation hatte bereits im September begonnen, das Angebot richte sich außerdem eher an kampfsporterfahrene Personen und das Mindestalter lag bei 16 Jahren.