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Jugendgemeinderat

Am Nagoldhang
Am Nagoldhang © Ketterl
04.03.2016

Trotz Asylunterkunft: Neue Hoffnung für den Erhalt des Schulgartens der Ottersteinschulen

Pforzheim. Gut 13 Monate sind vergangen, seit der Gemeinderat beschlossen hat, dass übers ganze Stadtgebiet vereilt bis zu 14 40-Personen-Unterkünfte für Asylbewerber entstehen sollen: fünf in Bestandsgebäuden, neun in Neubauten. Aus 173 möglichen Standorten waren diese auf Basis von fast 50 Kriterien ausgewählt worden. Schon im April 2015, zogen an der Kelterstraße die ersten Flüchtlinge ein. Doch von den neun Unterkünften, für die freie Flächen bebaut werden sollten, ist noch nichts zu sehen. Langwierige Genehmigungsverfahren und Einwendungen der Anwohner kosten viel Zeit.

Zuletzt erhoben die Ottersteinschulen Einspruch, nachdem das Jugendgemeinderats-Mitglied Marcel Metzger festgestellt hatte, dass für das dortige Flüchtlingsheim der Schulgarten weichen muss. Weiterhin wehren sich aber auch Anwohner an Standorten wie der Wilhelm-Lenz- und der Julius-Naeher-Straße.

Joachim Ehrmann, Leiter der Otterstein-Realschule, hofft darauf, den Schulgarten retten zu können: „Wir lehnen die Unterkunft nicht ab, aber für die Akzeptanz aller Seiten wäre es wichtig, dass der Garten nicht weichen muss“, sagt er. Seit Jahren investiere man in diesen viel Zeit und Geld. Geplant war, in den Garten ein Klassenzimmer für Unterricht im Freien zu integrieren. „Aber das wäre nun hinfällig.“ Nachdem der Bauantrag gestellt wurde, hatte sich Marcel Metzger, der hier auch Schüler ist, die neuen Pläne im Detail angeschaut. Dabei war ihm aufgefallen, dass der Schulgarten weichen müsste. Die Stadt verspricht in Person von Pressesprecher Michael Strohmayer: „Wir werden den Schulen etwas anbieten müssen, um für eine Kompensation zu sorgen.“ Geprüft werde, ob der Garten durch eine teilweise Umverlagerung in Richtung Süden oder Westen erhalten bleiben kann oder ob eine Ersatzlösung nötig wird. Alternative Standorte für den Garten sieht Ehrmann nicht. Wie eine Lösung aussehen könnte, wird derzeit zwischen der Stadt und den Schulen erörtert.

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