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Obwohl das Feuerwehrauto mit Blaulicht und Martinshorn unterwegs war, ist ein Ford-Fahrer auf der Kreuzung Zerrenner-/Goethestraße in das Kleineinsatzfahrzeug gekracht. © Ketterl
27.01.2012

Trotz Sondersignalen: Ford kracht in Feuerwehrauto

Pforzheim. Zuerst musste das so genannte Kleineinsatzfahrzeug der Berufsfeuerwehr Pforzheim mit Blaulicht und Martinshorn zu einem Notruf in der Rathaus-Tiefgarage eilen, dann mussten die Rettungskräfte ihre Fahrt auf der Hälfte der Strecke unfreiwillig abbrechen und selbst in der Feuerwehrzentrale einen Notruf absetzen. Ihnen war am Freitag um 10.35 Uhr auf der Kreuzung Zerrenner-/Goethestraße ein in Mannheim zugelassener Ford ins Feuerwehrauto gekracht.

Bildergalerie: Trotz Blaulicht: Ford kracht auf Feuerwehrauto

Der 65-jährige Ford-Fahrer wurde dabei verletzt und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Den Feuerwehrleuten ist nach Auskunft des stellvertretenden Kommandanten Guido Lobermann nichts passiert. Das Kleineinsatzfahrzeug war auf einer so genannten Sondersignalfahrt unterwegs zu einem nicht näher beschriebenen Notfall mit einer scheinbar schwer verletzten Person in der Rathaus-Tiefgarage, als es zum Zusammenstoß mit dem von der Goethestraße herabfahrenden Ford kam. Der 65-Jährige wollte bei Grün geradeaus weiterfahren und übersah den von rechts kommenden Feuerwehrwagen - eventuell weil ein Linienbus rechts neben dem Ford stand. Am Feuerwehr-Einsatzfahrzeug und dem Ford entstand ein Gesamtschaden von rund 7000 Euro.

Das Feuerwehrauto war mit Blaulicht und Martinshorn unterwegs und sei damit, so Lobermann, von den normalen Verkehrsregel befreit. Trotzdem müssten die Fahrer bei solchen Einsätzen und bei aller gebotenen Eile stets darauf achten, dass andere Verkehrsteilnehmer nicht gefährdet werden. Für die anderen Verkehrsteilnehmer gelte, dass sie Feuerwehrautos auf Sondersignalfahrt den Vorrang lassen und den Weg frei machen. Wo nun Versagen und Schuld liegen, müssen die weiteren Untersuchungen der Verkehrspolizei ergeben.

Allerdings, so betont Lobermann, gebe es bei der Feuerwehr Pforzheim bei rund 1700 Einsatzfahrten pro Jahr (zwei Drittel davon mit Blaulicht) nur Unfallzahlen von Feuerwehrwagen "im unteren einstelligen Bereich". Und da handele es sich um kleinere Blechschäden, wenn etwa ein Außenspiegel berührt wird oder Autos die Fluchtwege so zuparken, dass es Kratzer am Kotflügel gibt. Solch ein Unfall wie auf der Zerrennerstraße sei, so Lobermann, "sei die absolute Ausnahme". tok

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