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Biologie-Lehrer Christian Wolf (von links) findet Lorenz‘ und Leos kreative Idee zur Züchtung von Marsgemüse super. Auch die beiden Sechstklässler sind am 22. Februar im Volksbank-Haus mit dabei. Foto: Falk
Biologie-Lehrer Christian Wolf (von links) findet Lorenz‘ und Leos kreative Idee zur Züchtung von Marsgemüse super. Auch die beiden Sechstklässler sind am 22. Februar im Volksbank-Haus mit dabei. Foto: Falk
Geographie-Lehrerin Nicole Geisbauer (von links) ist stolz auf Anika und Johanna, die am 22. Februar ihre Forschungsergebnisse bei der Jurysitzung im Volksbank-Haus präsentieren werden. Foto: Falk
Geographie-Lehrerin Nicole Geisbauer (von links) ist stolz auf Anika und Johanna, die am 22. Februar ihre Forschungsergebnisse bei der Jurysitzung im Volksbank-Haus präsentieren werden. Foto: Falk
09.02.2018

Tüfteln und entdecken: Vier Kepler-Schüler nehmen an „Jugend forscht“ teil

Sie sind jung, sie sind schlau und sie strotzen voller Ideen: Anika, Johanna, Lorenz und Leo vom Kepler-Gymnasium nehmen am Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“ teil. Ob sie mit ihren Forschungsergebnissen Punkten können, wird sich bei der Preisverleihung am 22. Februar zeigen.

Pforzheim. Während sich der zwölfjährige Lorenz noch mit Schutzmantel und -brille ausstattet, schaut sein ein Jahr jüngerer Klassenkamerad Leo schon einmal nach Rettich, Tomaten und Kopfsalat. Das Gemüse haben die beiden Pforzheimer Schüler in Wasserflaschen gezüchtet. Die Entdeckung der Kepler-Gymnasiasten könnte sich bald auf die Reise in Richtung Mars machen – denn Lorenz und Leo nehmen am diesjährigen Wettbewerb „Jugend forscht“ teil. Auch Anika und Johanna, beide 13 Jahre alt, sind Teil der AG „Kepler forscht“, die von Geographie-Lehrerin Nicole Geisbauer und ihrem Biologie-Kollegen Christian Wolf ins Leben gerufen wurde.

Anika aus Pforzheim und Johanna aus Niefern haben im vergangenen Schuljahr schon bei der AG mitgemacht. Das Forschen hat den beiden so viel Spaß gemacht, dass sie es dieses Jahr direkt noch einmal wissen wollten. „Gibt es einen Brennglaseffekt bei Froschlaich?“ lautet die anspruchsvolle Forschungsfrage, die sich die beiden Achtklässlerinnen ausgesucht und in drei Versuchen untersucht haben. „Ich mag Tiere sehr gerne“, meint Anika, die zuhause einen Hund hat. Als eine Lehrerin im vergangenen Jahr dann Froschlaich aus dem schuleigenen Teich in den Unterricht mitgebracht hatte, war das Interesse von ihr und Mitschülerin Johanna geweckt.

„Es ist wie bei einer Lupe“, erklärt Anika eifrig: „Das einfallende Licht wird gebündelt und auf einen Punkt gebracht.“ Das werde dann so heiß, dass ein kleines Feuer entfache – der sogenannte Brennglaseffekt. Doch gibt es den auch beim durchsichtigen Froschlaich? Dafür haben Johanna und Anika mit einem Lakritzfisch und Plastikkugeln statt der Fischeier experimentiert. Das Licht kam von einer Wärmelampe, die Johanna noch wegen ihrer Schildkröte zuhause hatte. Ihr Forschungsergebnis: Die Temperatur steigt nicht so hoch an, wie sie es beim Brennglaseffekt müsste. „Ich glaube, der Froschembryo darf nicht so heiß werden“, sagt Johanna und Anika ergänzt: „Das Kunstlicht ist auch anders als Sonnenstrahlen.“

Einen Tisch weiter bereiten Lorenz und Leo alles für die große Marsmission vor. Biologie ist eines der Lieblingsfächer der beiden Sechstklässler. Der Weltraum interessiert beide und so kamen sie auf die Idee, Gemüse für eine Reise zum Mars zu erforschen.

Der Wettbewerb: In die zehnte Runde geht der Forschungswettbewerb für Mittelbaden/Enz, „Jugend forscht“, in diesem Jahr. Schulen aus Pforzheim, dem Enzkreis, Kraichgau und Heckengäu sowie dem Ortenaukreis und den Landkreisen Karlsruhe, Rastatt, Böblingen und Ludwigsburg nehmen teil. Die Experimente können am Donnerstag, 22. Februar, ab 13.30 Uhr im Volksbank-Haus Pforzheim begutachtet werden. Um 17 Uhr folgt dann die Preisverleihung.

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