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23.11.2009

Turnplatz-Baustelle fertig: Leiden der Autofahrer vorbei

PFORZHEIM. Die Bauarbeiten am Regenüberlaufbecken (RÜB) Turnplatz haben seit dem Frühjahr nicht nur bei Autofahrern und auf dem Wochenmarkt für viel Wirbel gesorgt. Durch den Umleitungsverkehr und daraus resultierende Staus haben auch Geschäftsleute im Umfeld der Baustelle über Umsatzeinbußen geklagt. Am Montagvormittag konnte Erster Bürgermeister Roger Heidt jedoch das Ende der Leidenszeit verkünden.

Noch verwehrten die Absperrbaken den Autofahrern die Fahrt auf der Jahnstraße gen Norden in Richtung Innenstadt, als Erster Bürgermeister Roger Heidt am Montag Vormittag im Betriebsgebäude für das neue Regenüberlaufbecken Turnplatz den Schalter umdrehte und die Anlage in Betrieb nahm. Wenig später waren dann die rot-weißen Absperrbaken an der Jahnstraße weggeräumt.

Über sieben Monate war die Jahnstraße nur stadtauswärts befahrbar gewesen. Von Sperrungen waren zudem die Gustav-Rau-Straße und Kaiser-Friedrich-Straße (KF) betroffen. Von heute an werden auch die Busse ihren gewohnten Weg nehmen. Und in ein, zwei Tagen soll auch die Linksabbiegespur von der Zerrennerstraße zur Rossbrücke wieder geöffnet werden.

Es habe sich zwar gezeigt, dass der Verkehr im Kreuzungsbereich Zerrenner-/Leopoldstraße zweispurig flüssiger laufe, doch für die Anlieger am Sedanplatz, vor allem für den dortigen Einzelhandel sei diese Abbiegemöglichkeit wichtig. Die Bauarbeiten und die damit verbundenen Behinderungen hätten die Mitglieder der Interessengemeinschaft Sedan zusammengeschweißt. Im nächsten Jahr bringt der Umbau der Dillsteiner Straße nochmals einen Engpass.

Eigentlich sollte die Großbaustelle, die im Januar eingerichtet worden war, erst im Mai kommenden Jahres abgeschlossen sein. Doch es gab an Samstagen und den eigentlichen Bauferien keinen Stillstand. So kann nun als letzter Abschnitt die Zufahrt zur Wilhelmshöhe zum Wochenende hin freigegeben werden. „Ich hatte ein Projekt übernommen, durch das anfangs die halbe Stadt lahmgelegt wurde“, merkte Heidt an. Doch dank der hervorragenden Zusammenarbeit aller Beteiligten und deren 14-täglichen Treffen habe die Baustelle bestmöglich abgewickelt werden können.

Nicht mehr direkt in die Enz

Der städtische Eigenbetrieb Stadtentwässerung (ESP) hat mit dem Regenüberlaufbecken (RÜB) am Turnplatz nun die Möglichkeit, in einem 75 Meter langen Stauraum von zweieinhalb Metern Durchmesser rund 3,3 Millionen Liter Abwasser zurückzuhalten. Bisher waren die verschmutzten Niederschläge bei starkem Regen in die Enz geleitet worden. Jetzt gelangt nur noch gereinigtes Wasser in den Fluss, wenn das Becken überläuft. Dessen Inhalt wird der Kläranlage zugeführt.

Im Umfeld wurden, wie ESP-Werkleiter Rüdiger Prestinari – er tritt im Sommer 2010 in Ruhestand – ausführte, weitere 800 Meter an Kanalrohren und durch die Stadtwerke 400 Meter Wasserleitungen verlegt. Zudem sind neue Hausanschlüsse installiert worden. An der Einmündung Gustav-Rau-Straße/KF entstand ein Betriebsgebäude, dessen Sandsteinfassade sich der Stützmauer anpasst. Das Grünflächen- und Tiefbauamt war für neuen Fahrbahnbeläge zuständig. Schließlich wurde noch eine große Zahl an Bäumen gepflanzt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 4,7 Millionen Euro.

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