nach oben
Wenn sich Bürgerbeschwerden über Raser häufen würden, greife die Polizei ein. Zum Beispiel mit Anhaltekontrollen plus erzieherischen Gesprächen. Allerdings, so Otruba, seien 30er-Zonen keine ausgesprochenen Unfallschwerpunkte.
Wenn sich Bürgerbeschwerden über Raser häufen würden, greife die Polizei ein. Zum Beispiel mit Anhaltekontrollen plus erzieherischen Gesprächen. Allerdings, so Otruba, seien 30er-Zonen keine ausgesprochenen Unfallschwerpunkte. © Symbolbild: dpa
16.04.2012

Typisch junger Fahrer? Raser verletzt Fußgänger

Pforzheim. "Vermutlich mit überhöhter Geschwindigkeit", so Polizeisprecher Frank Otruba, war ein 19-jähriger Mitsubishi-Fahrer am Freitag gegen 23 Uhr in einer scharfen Kurve der Hercyniastraße in Pforzheim auf den Gehweg geschleudert. Dort erfasste und verletzte er drei jugendliche Fußgänger. Ein spektakulärer Unfall mit vergleichsweise glimpflichem Ausgang - und doch auch irgendwie typisch, denn die Polizei weiß: Junge Autofahrer sind meistens zu schnell unterwegs.

Umfrage

Junge Raser: Soll die Probezeit bei jungen Autofahrern verlängert werden?

Ja 61%
Nein 36%
Mir egal 3%
Stimmen gesamt 618

"Es ist festzustellen, dass die jungen Fahrer eigentlich schneller unterwegs sind", erklärt Otruba. Und: Überhöhte Geschwindigkeit sei die Unfallursache Nummer eins. Leichtsinn gepaart mit Unerfahrenheit - eine gefährliche Mischung. Vor allem dann, wenn man in 30er-Zonen rast und vergisst, dass Fußgänger und andere Verkehrsteilnehmer hier auf die besondere Rücksichtnahme vertrauen. Zum Beispiel in der Nähe von Schulen, Kindergärten oder Spielplätzen. Und das gilt auch für Zeiten, in denen nicht mit viel Verkehr zu rechnen ist, wie etwa zum Zeitpunkt des Unfalls auf der Hercyniastraße.

Dort wurde ein 16-jähriger Fußgänger über das Auto geschleudert. Seine beiden 15- und 16-jährigen Begleiter wurden zu Boden geworfen. Die drei Unfallopfer wurden mit einem Rettungswagen ins Klinikum Pforzheim gebracht. Nach ambulanter Behandlung konnten sie das Krankenhaus aber wieder verlassen.

Wie Polizeisprecher Otruba erklärte, habe die Polizeidirektion Pforzheim mit der Stadt Pforzheim und dem Enzkreis eine Verabredung getroffen, dass die Kommunen selbst das Tempo in den 30er-Zonen kontrollieren. Wenn sich jedoch Bürgerbeschwerden über Raser häufen würden, greife die Polizei ein. Zum Beispiel mit Anhaltekontrollen plus erzieherischen Gesprächen. Allerdings, so Otruba, seien 30er-Zonen keine ausgesprochenen Unfallschwerpunkte. tok

Leserkommentare (0)