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05.11.2008

US-Bürger in Pforzheim haben Obama und den Wandel gewählt

WASHINGTON/PFORZHEIM. Amerika hat sich entschieden, der Jubel bei den Demokraten ist groß: Barack Obama wird der neue Präsident der Vereinigten Staaten. Im Rennen um die Präsidentschaft konnte sich der Demokrat gegen den Republikaner John McCain durchsetzen. Auch zwei in Pforzheim lebende US-Amerikaner haben für Obama gestimmt.

Umfrage

Ist Barack Obama der Richtige für den Posten des US-Präsidenten?

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Sie sollten Recht behalten, all die Pforzheimer, die in einer Videoumfrage von PZ-news darauf getippt haben, dass der 44. US-Präsident Barack Obama heißen wird. Nachdem die Stimmen in Virginia und Florida ausgezählt waren, stand der Sieg für Obama fest.

Auch Spencer Mason, seit 19 Jahren Sänger am Pforzheimer Stadttheater, hat für den Demokraten gestimmt. "Das war kein Problem, diese Entscheidung zu treffen", sagt er. "Ich habe Obama gewählt, weil er intelligent und ehrlich ist. Er hat sich gegen den Krieg entschieden, was unheimlich wichtig für die Welt ist." An der bisherigen US-Politik unter Präsident Bush kann er nichts Positives finden: "Man muss sich schämen, Amerikaner in Deutschland zu sein."

Wer Albert E. Allman III nach seiner Wahl fragt, muss nicht lange auf die Antwort warten: "Na klar, Barack Obama!", sagt der gebürtige US-Amerikaner mit breitem Grinsen im Gesicht. Seit 20 Jahren lebt er schon in Deutschland, die US-Wahl lässt er sich dennoch nicht entgehen. Per Formular hat er schon vor Tagen seine Stimme abgegeben.

"Die USA brauchen einen Wechsel", sagt er. "Die aktuelle Regierung funktioniert nicht". Es brauche genau den "change", den Barack Obama in seinem Wahlkampf immer wieder angekündigt hat.

An der US-Wahl beteiligen darf sich PZ-Chefredakteur Jürgen Metkemeyer zwar nicht, doch auch er hatte schon vor der Wahl Obama als klaren Favoriten auserkoren. "Das System Bush hat sich überholt", sagt er. Auf seinen Nachfolger kommen seiner Meinung nach schwere Aufgaben zu: "Leere Kassen, eine Finanzkrise und eine Reihe ungelöster Militärkonflikte - das muss Obama erst einmal bewältigen."