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28.12.2010

Überholt und gerutscht: Stange bohrt sich in Scheibe

PFORZHEIM. Nur wenige Zentimeter haben heute Mittag auf der Zerrennerstraße über Tod oder Leben eines 24-jährigen Autofahrers entschieden. Oder anders herum: Wäre im Unfallauto, das auf der Zerrennerstraße in ein Geländer geschleudert war, ein Beifahrer gesessen, so hätte die freiwillige Rutschpartie wahrscheinlich ein tragisches Ende genommen. So aber bohrte sich die Stange des eingedrückten Geländers durch die Windschutzscheibe bis zum Sitz, ohne dass ein Mensch dadurch verletzt wurde.

Bildergalerie: Auto rutscht: Geländer bohrt sich in Windschutzscheibe

Dass die Straßen glatt sind, müsste sich eigentlich herumgesprochen haben. Dass es eine Winterreifenpflicht gibt, weiß inzwischen wohl auch jeder. Doch dem Mercedes-Fahrer, der am Dienstag in der Mittagszeit auf der Zerrennerstraße stadtauswärts unterwegs war, schien das nicht bewusst zu sein. Er soll einen Radlader überholt haben und dabei ins Rutschen gekommen sein. Etwa auf Höhe des Kinos ist er dann auf der anderen Straßenseite in ein Geländer gekracht.

Die Querstange des Geländers hat sich dann in die Windschutzscheibe gebohrt und den Fahrgastraum auf der Beifahrerseite durchbrochen. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn auf dieser Seite des Autos ein Mensch gesessen oder die Stange ein paar Zentimeter weiter in Richtung Fahrer durch die Scheibe gestoßen wäre. Das Auto war nur an der Hinterachse mit Winterreifen bestückt. Deshalb wird der 24-Jährige jetzt mit einer Anzeige rechnen. Der Schaden wird von der Polizein auf rund 2500 Euro geschätzt. tok 

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