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Müll-Schandfleck Anshelmstraße hinter dem Trafohäuschen beim Güterbahnhof. 
Müll-Schandfleck Anshelmstraße hinter dem Trafohäuschen beim Güterbahnhof.  © Ketterl
11.07.2011

Überquellende Papierkörbe und hartnäckige Kaugummireste

Bürger klagen zur Zeit wieder vermehrt über eine zunehmende Vermüllung der Goldstadt. Nicht alle Verschmutzungen in der City lassen sich aber leicht und günstig beseitigen.

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Überquellende Papierkörbe, illegal entsorgte Müllberge an Altglasbehältern, Hundehaufen auf Gehwegen in der Nordstadt und massenweise Kaugummiflecken mitten auf dem Marktplatz – die Goldstadt glänzt oft nicht so, wie sie sollte. Stadtrat Joachim Rösch fragt: „Was nützt der schönste Masterplan, wenn das äußere Erscheinungsbild der Stadt zu wünschen übrig lässt?“

Monatelang gaben Sperrmüllberge am Güterbahnhof auf einem Privatgrundstück eine schlechte Visitenkarte der Goldstadt ab. Nachdem Ordnungs- und Umweltamt eine Verfügung gegen den Eigentümer der Fläche verhängt hatten, wurde dieser Schandfleck beseitigt.

Eine Einladung für Ratten sind schon seit Jahren die unappetitlichen Müllberge unter einer Treppe an der Östlichen auf einem Privatgrundstück.

Wolfgang Raff, Leiter des Ordnungsamts, sieht weniger die öffentlichen Plätze als Problem an, sondern die vermüllten Privatgrundstücke, die öffentlich zugänglich seien wie der Güterbahnhof.

„Da ist es schwierig, einzuschreiten, weil oft nicht einmal der außerhalb Pforzheims wohnende Eigentümer auf Anhieb ermittelt werden kann“, so Raff. Wann immer es möglich sei, werde aber eingeschritten, vor allem, wenn Ratten angelockt werden.

Kaugummi-Flecken bleiben

Bernd Hagenbuch, Leiter der Technischen Dienste, sieht die Vermüllung von Schulhöfen an Wochenenden als Problem, wenn kein Hausmeister auf dem Gelände sei. Die Verschmutzung mit Kaugummis in der Innenstadt sei nicht in den Griff zu bekommen. „Ich kann einen Heißdampfstrahler nur auf Asphaltfächen einsetzen, nicht aber auf dem Marktplatz, weil dadurch die Fugen mit ausgehöhlt würden“, sagt er. Und selbst wenn der Kaugummi entfernt sei, bleibe ein Fleck zurück.

Pforzheim plant, ihre Ausgaben für die Stadtreinigung im Jahr 2012 um rund 170 000 Euro auf 326 000 Euro zu erhöhen. Dies wird am Mittwoch im Bau- und Liegenschaftsausschuss vorberaten. Die zusätzlichen Leistungen sind für den Handreinigungsbereich von rund 100 000 Euro und für Ersatz und Neubeschaffung von Papierkörben und Hundekot-Beutelspender in Höhe von 70 000 Euro vorgesehen. Rund 100 Behälter werden neu aufgestellt, 30 sind als Ersatz für zerstörte geplant.

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