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Udo Kromer (rechts) hört auf, Stefan Mielitz ist nun besonders gefordert. Foto: Erb
Udo Kromer (rechts) hört auf, Stefan Mielitz ist nun besonders gefordert. Foto: Erb
11.09.2018

Überraschung an Pforzheims THG: Schulleiter Udo Kromer kehrt nicht mehr zurück

Pforzheim.Udo Kromer, der Schulleiter des Pforzheimer Theodor-Heuss-Gymnasiums, hat völlig überraschend angekündigt, sich nun doch in den Ruhestand versetzen lassen zu wollen. Das Team um seinen Stellvertreter Stefan Mielitz musste rasch reagieren, sorgte aber für einen reibungslosen Start ins neue Schuljahr.

Ruhig und geordnet ist am Dienstag in der Jahnhalle die Einschulung der neuen Fünftklässer des Theodor-Heuss-Gymnasiums über die Bühne gegangen. Insgesamt verlief der Start ins neue Schuljahr reibungslos: ein weiterer Beleg dafür, wie stark und flexibel das Leitungsteam des THG ist. Denn hinter den Kulissen musste eine überraschende personelle Wende geschultert werden. Es war beileibe nicht die erste Bewährungsprobe.

Erst zu Wochenbeginn hat die THG-Direktion die Eltern schriftlich darüber informiert, dass der bisherige Schulleiter Udo Kromer (62) nicht mehr an die Schule zurückkehren wird. Kromer habe das Ende August mitgeteilt, schrieb dessen Stellvertreter Stefan Mielitz. Dies habe das Kollegium „zu diesem Zeitpunkt sehr überrascht“. Dennoch sei es gelungen, die Deputatsplanung fertigzustellen. Zwar werde man sicher auch in der folgenden Zeit vor Schwierigkeiten gestellt. „Im Alltag wird das für Sie und Ihre Kinder jedoch nicht spürbar sein“, so Mielitz im Elternbrief.

Kromer selbst bestätigte am Dienstag gegenüber der PZ die Entwicklung: „Die gesundheitlichen Folgen nach meiner Gehirnblutung stehen einer Berufstätigkeit im Weg.“ Eine bittere Erkenntnis, denn Kromer hatte lange darum gerungen, „sein“ THG weiterführen zu können.

Wiederholt hat das THG in jüngster Vergangenheit Schlagzeilen gemacht. Unvergessen ist der regelrechte Ansturm auf das einzige der staatlichen allgemeinbildenden Gymnasien in der Stadt, das den neunjährigen Weg zum Abitur anbietet. Die Schule war räumlich und organisatorisch am Anschlag, als Kromer im Februar 2014 eine lebensbedrohliche Hirnblutung ereilte. Im Januar 2015 kehrte er zurück und arbeitete sich trotz erheblicher körperlicher Einschränkung sukzessive an das vorherige Pensum heran. Auf Bitten von Kollegen und Eltern stand die Abteilung Schule und Bildung des Regierungspräsidiums (RP) Karlsruhe dem THG in dieser Phase eng zur Seite, auch von der Stadt als Schulträgerin galt dem Gymnasium ein besonderer Augenmerk.

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