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Am Rande der Typsierung in der Bertha-Benz-Halle: Seval Kalcil (Koordinatorin), Gürol Bas (Konsul, Nürnberg), Ebru Demirbas Celik (Vize-Konsulin, Toronto), Edith Drescher (Hilda-Schulleiterin), Albert Esslinger-Kiefer (PZ-Verleger mit einer 2500-Euro-Spende von „Menschen in Not“), Gaye Demirbas Ugurtas (Deniz’ Mutter) und Mebsure Taskin (Konsulin, Karlsruhe, von links nach rechts). Ketterl
14.05.2017

Überwältigende Hilfsbereitschaft für Deniz: Rund 1200 Menschen lassen sich für Kartei registrieren

Ein Sonntag? Kaum zu glauben: Unaufhörlich drängen Menschen jeden Alters ins Hilda-Gymnasium, vom Foyer hinab in die unmittelbar anschließende Bertha-Benz-Halle, wo Dutzende von Tischen aufgestellt sind und ebenso viele Helfer die potenziellen Stammzellenspender in Empfang nehmen – bei der Registrierung der Daten, der Entnahme von fünf Millilitern Blut, der Zwischen- und schließlich der Endkontrolle samt freiwilliger Spende.

Bildergalerie: Typisierungsaktion für die 14-jährige Deniz aus Pforzheim

Alles für Deniz: Die 14-jährige Hauptperson wäre gerne selbst gekommen – doch am Abend vorher musste sie nach Tübingen an die Uni-Klinik. Im März war bei der Siebtklässlerin Blutkrebs diagnostiziert worden (die PZ berichtete). Es gibt keine Rettung ohne Stammzellen – deshalb haben die Schulgemeinschaft, die türkische Community in Pforzheim, Sponsoren und auch der PZ-Verein „Menschen in Not“ alle Hebel in Bewegung gesetzt, um eine Typisierung auf die Beine zu stellen. Das Generalkonsulat in Karlsruhe hat aufgerufen, sich registrieren zu lassen – und bereits vor 11 Uhr, dem Beginn der Aktion, bilden sich Schlangen an der Kiehnlestraße. Zur „Halbzeit“ sind es rund 650 Registrierte – am Ende werden es etwa 1200 sein.

Scheck von „Menschen in Not“

Schulleiterin Edith Drescher findet sich ebenso ein wie PZ-Verleger Albert Esslinger-Kiefer, der die Schirmherrschaft übernommen hat und Drescher seitens von „Menschen in Not“ einen Scheck über 2500 Euro überreicht – Geld, das Deniz’ Mutter Gaye Demirbas Ugurtas dringend brauchen werde, sagt die Koordinatorin Seval Kalcil: Deniz ist mit ihren 14 Jahren zu alt, als dass ihre Mutter während des voraussichtlich dreimonatigen Klinikaufenthalts im Krankenhaus bleiben könnte, sondern ein Zimmer nehmen muss.

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