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27.04.2009

Uhlig darf OB-Kandidat für Bruchsal werden – wenn er will

PFORZHEIM/BRUCHSAL. Der Pforzheimer CDU-Fraktionsvorsitzende Florentin Goldmann geht fest davon aus, dass sich die Bruchsaler CDU für Alexander Uhlig als OB-Kandidat ausspricht – wenn der Baudezernent will.

„So eine Chance kommt man nicht oft“, sagt der Pforzheimer CDU-Fraktions-Chef Florentin Goldmann über das Angebot der Bruchsaler CDU an den Baudezernenten der Goldstadt, Alexander Uhlig, 44, er möge sich um das Amt des Oberbürgermeisters der Barockstadt bewerben. Goldmann: „Alexander Uhlig ist im richtigen Alter, ist lange genug im Geschäft und hat gute Arbeit geleistet – nun liegt es an ihm, was er daraus macht.“

Erst mal gar nichts – zumindest nicht offiziell. Uhlig weilt in Urlaub, gibt keine Kommentare. Und in Bruchsal wahrt man zumindest den Schein, es sei noch alles offen. Es ist klar: Man will nicht dumm dastehen, falls Uhlig sich überlegen sollte, dass das Mittelzentrum Bruchsal mit dem verwaisten Sessel von Bernd Doll doch nicht der richtige Posten sein sollte. Zur Erinnerung: Anfang April hatte der Spaichinger Bürgermeister Hans Georg Schuhmacher der Bruchsaler CDU einen Korb gegeben.

Gespräch am Freitag

Also heißt es aus dem Mund von Günter Brüstle, dem Vorsitzenden des CDU-Ortsverbands Bruchsal (des größten innerhalb des Stadtverbands), man habe miteinander gesprochen, „um sich kennenzulernen und grundsätzliche Dinge abzuklären“. Kriminalrat Brüstle – er ist Bruchsaler Kripo-Chef und Mitglied des Gemeinderats – soll zusammen mit dem ehemaligen Bruchsaler Bürgermeister und Vorsitzenden des Stadtverbands, Werner Stark, Sondierungsgespräche führen. Die Unterhaltung mit Uhlig fand am vergangenen Freitag statt. Nach eigenem Bekunden war Uhligs Pforzheimer Parteifreund Goldmann „sehr überrascht“. Dann habe er erfahren, wer sich in der Bruchsaler CDU alles für den gebürtigen Oberpfälzer mit Pforzheimer Meriten einsetzte – mutmaßlich auch der Vorsitzende der CDU Nordschwarzwald, Innenminister Heribert Rech.

Brüstle lässt die Entscheidung in der Schwebe, doch er macht sich nichts vor: „Kandidaten fallen nicht vom Baum. Es ist ein Amt, bei dem man 365 Tage im Jahr eingespannt ist und sich ständig anmachen lassen muss.“