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Auch Räuber Hotzenplotz ist begeistert: Eine Spende der G. + C. Hausch-Stiftung ermöglichte die Umgestaltung der Kinderbibliothek. Darüber freuen sich Stiftungsrat Johannes Bender, Peter Jan Heissenberger vom Regierungspräsidium Karlsruhe, Stiftungsvorstand Sieglinde Haug, Stiftungsrat Dieter Brüstle, Bibliotheksleiterin Anja Bendl-Kunzmann sowie Sozialbürgermeister Frank Fillbrunn (von links). Foto: Meyer
Auch Räuber Hotzenplotz ist begeistert: Eine Spende der G. + C. Hausch-Stiftung ermöglichte die Umgestaltung der Kinderbibliothek. Darüber freuen sich Stiftungsrat Johannes Bender, Peter Jan Heissenberger vom Regierungspräsidium Karlsruhe, Stiftungsvorstand Sieglinde Haug, Stiftungsrat Dieter Brüstle, Bibliotheksleiterin Anja Bendl-Kunzmann sowie Sozialbürgermeister Frank Fillbrunn (von links). Foto: Meyer
Die Kinder nehmen die neuen Häuschen in Beschlag. Foto: Meyer
Die Kinder nehmen die neuen Häuschen in Beschlag. Foto: Meyer
09.12.2018

Umgestalteter Bereich der Kinderbibliothek in der Stadtbücherei eröffnet

Pforzheim. Kaum sind die offiziellen Reden zu Ende, gibt es für die Kinder kein Halten mehr: Die Jungen und Mädchen legen sich auf den an Rasen erinnernden flauschigen Teppichboden. Sie nehmen das Café Hausch in Beschlag und blicken freudestrahlend durch das kleine aufklappbare Fenster hinaus.

Sie greifen nach „Findus und der Hahn im Korb“, nach „Charlotte und die Wölfe“ oder nach „Der Gewitter-Ritter“, die säuberlich aufgereiht in den bunten Häuschen auf Regalen stehen und zeigen damit, dass die neugestaltete Kinderbücherei genau das Ziel erreicht, das Stadtbibliotheks-Leiterin Anja Bendl-Kunzmann bei der Eröffnung am Samstag skizziert: „Sie soll Faszination und Begeisterung wecken, und die Kinder sollen sich hier wohlfühlen.“

Möglichkeit zum Schmökern

„LiteraCity“ nennt sich die neue Erlebniswelt und das ist durchaus wörtlich zu verstehen. Denn der liebevoll umgestaltete Bereich erinnert tatsächlich an einen kleinen Stadtteil. In vier bunten begehbaren Häuschen sind nun die Bücher und Medien für die Null- bis Fünfjährigen untergebracht. Zudem bietet das mit einer Eingangstür, einem aufklappbaren Fenster und Sitzgelegenheiten versehene Café Hausch die Möglichkeit zum Schmökern. Die blauen, gelben, grünen, beigen und orangen Häuschen gruppieren sich auf einer Art Bürgersteig, eine Stufe führt hinunter auf den grasgrünen Teppichboden. Möglich wurde die Eröffnung der Mini-Lesestadt zum Ende des Jubiläumsjahrs der Bibliothek allerdings erst durch eine Spende der C. + G. Hausch-Stiftung. Sie finanzierte die Umgestaltung des Bereichs mit 15.000 Euro, symbolhaft überreicht in einem prall gefüllten Geldsack durch Stiftungsvorstand Sieglinde Haug.

Für Sozialbürgermeister Frank Fillbrunn bietet „LiteraCity“ einen ansprechenden Rahmen für frühkindliche Sprach- und Leseförderung. „In Pforzheim bringen Kinder ganz unterschiedliche Erfahrungen mit“, erklärt Fillbrunn. Gerade in bildungsfernen oder sozial schwächeren Familien bekämen Kinder weniger vorgelesen – ein gravierender Nachteil für die sprachliche Entwicklung und den schulischen Erfolg. Die Bibliothek biete daher viele Möglichkeiten zu einem kompetenten Umgang mit Medien und trage damit zur Bildungschancengleichheit bei.

Mehr lesen Sie am Montag, 10. Dezember, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.