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Es herrscht Stille: Boxen, Kabel und Abspielgerät der Klanginstallation wurden aus dem Stiftschor gestohlen. Foto: Meyer
Es herrscht Stille: Boxen, Kabel und Abspielgerät der Klanginstallation wurden aus dem Stiftschor gestohlen. Foto: Meyer
12.01.2018

Unbekannte brechen ins Reuchlin-Museum ein

Pforzheim. Bislang unbekannte Täter sind in den Stiftschor der Schloßkirche und das angrenzende Museum Johannes Reuchlin eingebrochen.

Wohl mit einer Brechstange haben Einbrecher irgendwann vor Sonntagnachmittag die historische Tür zum Stiftschor aufgehebelt. Darin befinden sich Grabmonumente des markgräflich-badischen Fürstenhauses aus der Renaissancezeit. Seit März 2016 konnten Besucher dort der Klanginstallation „Genesis“ nach Reuchlins hebräischer Grammatik von 1518 lauschen. Damit ist es vorerst vorbei. Denn die Einbrecher haben die technischen Geräte – Abspielgerät, vier Boxen und Kabel – gestohlen. Der Schaden für die Stadt belaufe sich wohl auf einen vierstelligen Betrag im unteren Bereich, schätzt der städtische Denkmalpfleger und Vorsitzende der Freunde der Schloßkirche, Christoph Timm.

Vom Stiftschor aus brachen die Täter die Verbindungstür zum Museum auf. Ihre Hoffnung, Geld zu finden, wurde allerdings enttäuscht. Die Exponate und Touchscreens schienen die Einbrecher nicht weiter zu interessieren – und so entstand im Museum zwar etwas Durcheinender, aber kein wirklicher Schaden.

Anders sieht es mit dem Gebäude aus. Bis zu 4000 Euro werde es wohl kosten, die Türen gemäß historischem Vorbild wieder zu richten, schätzt Bauingenieur Frank Herb. Auch ins eigentliche Kirchengebäude wollten sich die Einbrecher Zugang verschaffen, wie Hebelspuren am Brauttor auf der Südseite zeigen. Ob es ihnen gelungen ist oder nicht, können derzeit weder Polizei noch Heike Reisner-Baral sicher sagen Fest steht laut der Schloßkirchen-Pfarrerin aber: „Es wurde nichts entwendet.“ Mehr lesen Sie am Samstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.