nach oben
Musik(er) aus aller Welt beim Flüchtlingsfest: Sebastian Usainov, Milan Kopriva und Martin Flasch (stehend, von links) und andere Künstler bereichern das Beisammensein musikalisch, hier am Tisch von Stefan, Robert, David und Ana Marinkovic (von links) sowie Smilja Kosanovic (Mitte).
Musik(er) aus aller Welt beim Flüchtlingsfest: Sebastian Usainov, Milan Kopriva und Martin Flasch (stehend, von links) und andere Künstler bereichern das Beisammensein musikalisch, hier am Tisch von Stefan, Robert, David und Ana Marinkovic (von links) sowie Smilja Kosanovic (Mitte).
04.10.2015

Unbeschwerte Stunden beim Flüchtlingsfest

Der Saal klatscht, als Sebastian Usainov, Milan Kopriva und Martin Flasch Ohrwurm um Ohrwurm zum Besten geben. Die Drei sind die ersten der internationalen Musiker, die am Freitag beim Flüchtlingsfest für Stimmung sorgen – auf dem Programm stehen unter anderem auch Bruder Martin Ngnoubamdjum sowie eine tamilische Tanzgruppe.

Der Saal klatscht, als Sebastian Usainov, Milan Kopriva und Martin Flasch Ohrwurm um Ohrwurm zum Besten geben. Die Drei sind die ersten der internationalen Musiker, die am Freitag beim Flüchtlingsfest für Stimmung sorgen – auf dem Programm stehen unter anderem auch Bruder Martin Ngnoubamdjum sowie eine tamilische Tanzgruppe. „Einfach ein fröhliches Fest“, das wünscht sich Claus Spohn, der bei der Diakonie die Kirchliche Allgemeine Sozialarbeit leitet.

Fernab der Politik, Zuweisungszahlen und Organisationsschwierigkeiten steht an diesem Tag, dem Internationalen Tag des Flüchtlings, die Begegnung im Mittelpunkt. Alle sitzen gemeinsam im Saal des Hermann-Maas-Hauses, essen Pizza, tauschen sich aus. Auf die Beine gestellt haben das Beisammensein neben den Profis die dieser Tage allgegenwärtigen Ehrenamtlichen. Auch Mitglieder des Erwerbslosentreffs bringen sich ein.

Diakonie-Geschäftsführerin Sabine Jost freut sich über den Andrang drinnen wie draußen auf dem Spielplatz. Es ist ein Stück Normalität, unbeschwerte Stunden in einer schwierigen Situation, die in den Gesprächen präsent bleibt. „Viele in diesem Saal werden nicht bleiben können“, sagt Jost, als sie in die Richtung des munteren Treibens blickt. Das sei nicht nur für die Betroffenen belastend, sondern auch für die Mitarbeiter.

Auch Dekanin Christiane Quincke erinnert, bei aller Fröhlichkeit, an zum Teil fehlende Akzeptanz in der Gesellschaft – und an jene, die die Flucht das Leben kostet. Doch zumindest an diesem Tag wird das gelebt, was Dekanin Christiane Quincke mit einem Bibelwort in ihrer Begrüßung gefordert hat: „Nehmt einander an.“