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Hauptsache frisch: Ob aus dem eigenen Garten oder wie hier vom nahe gelegenen Wochenmarkt – Obst und Gemüse sind die ideale Ergänzung zur Bewegung, findet AOK-Expertin Simone Mühling. Privat 

Und sie bewegen sich doch – Frühjahrskurteilnehmer müssen Hürden überwinden

Gruppengefühl ade – das übliche Bewegungsangebot während der PZ/AOK-Frühjahrskur kann coronabedingt nicht stattfinden. Also sind die Teilnehmer zur Eigeninitiative gezwungen.

Beim Thema Sport und Bewegung müssen aber zunächst Hürden überwunden werden. Der innere Schweinehund, so haben es die von der PZ-Redaktion ausgewählten Teilnehmer während der Treffen mit der AOK-Ernährungsexpertin und der PZ-Redaktion geschildert, wartet eben manchmal doch an der einen oder anderen Ecke. So müssen Berufstätige abends nach der Arbeit noch die Sportschuhe schnüren, was „manchmal schwierig ist“, wie Claudia Boeuf zugibt. „Insbesondere wenn es schon dunkel ist, wenn ich nach Hause komme.“ Dennoch, ganz ohne sportliche Aktivitäten bleibt sie nicht. „Bei schönem Wetter gehe ich in der Mittagspause ‚walken‘.“ Generell will sie, „unbedingt wieder mit dem Laufen beginnen“.

Bei Eva Zorn steigert sich ihre derzeit gelaufene „Kilometer-Distanz mit jedem Wärmegrad mehr“. Dennoch findet sie: „Regelmäßige Treffs hätte ich schon gut gefunden, um dem Schweinehund etwas mehr auf die Füße zu treten.“ Ein Anliegen, das alle so unterschreiben würden – und darauf hoffen, dass im nächsten Jahr die Situation solche gemeinsamen Angebote wieder zulässt.

Aber auch während der Zubereitung der Speisen müssen teilweise kleine Hürden überwunden werden. Die aber gleichzeitig den Blick auf Neues freigeben. „Die vielfältigen Gewürze und den geringeren Fettanteil an den Gerichten finde ich toll“, sagt Margarete Voß und freut sich: „Die Gerichte sind allesamt bekömmlich und entlastend für den Magen.“

Das angesprochene Zeitproblem hat auch Diana Rak kennengelernt. „Im Berufsleben braucht man echt Motivation und Zeit, sich abends hinzustellen und zu kochen.“ Und auch sie hat Überraschendes kennengelernt und verrät ihre Rezept-Favoriten: „Ich fand die Champignons-Reis-Pfanne und auch die Gemüsespaghetti sehr lecker.“

Eine Überraschung gab es auch zu Hause bei Claudia Boeuf, die ihren Mann – einen bekennenden Fleischesser – von den vegetarischen Rezepten überzeugen konnte. „Es schmeckt ihm. Es bleibt ihm aber auch nichts anderes übrig, weil ich nicht zwei unterschiedliche Sachen koche“, schmunzelt sie. Womit belegt ist: Und sie bewegen sich eben doch.