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Haben Ungarn vorgestellt: Ildikó und Klaus Wittmann zusammen mit ihren Töchtern Rebekka und Viktoria und der Filmemacher Janucz Czech (von links).
Haben Ungarn vorgestellt: Ildikó und Klaus Wittmann zusammen mit ihren Töchtern Rebekka und Viktoria und der Filmemacher Janucz Czech (von links). © Deeg
11.07.2011

Ungewöhnliches Portrait einer Ungarin

PFORZHEIM. Ein großer Koffer, zwei Kisten Bücher und sechs Flusskrebse: Mehr hatte Ildikó Wittmann nicht im Gepäck als sie im Dezember 1997 von Ungarn nach Deutschland reiste. Mit ihrem Fachdiplom im Erziehungsbereich galt die heute 37-Jährige in ihrem Heimatland als hochqualifiziert. In Deutschland erkannten die Behörden nicht einmal ihr Abitur an.

Um als Kinderpflegerin arbeiten zu dürfen, musste Wittmann ein Anerkennungsjahr als Praktikantin absolvieren. „Ich würde so gerne beweisen, dass ich was Erziehung angeht auf dem neusten Stand bin“, so die gebürtige Ungarin.

Doch noch einmal die Schulbank drücken, dass kann sie sich im Moment nicht vorstellen. Denn sie hat zwei Töchter, um deren Erziehung sie sich auch noch kümmern müsse. Beim Filmportrait im Rahmen von „Pforzheim 2011 – Die Mischung machts“ , das im kommunalen Kino gezeigt wurde, waren es ausschließlich die Kinder Rebekka und Viktoria, die vor der Kamera zu sehen waren. Mutter Ildikó und Vater Klaus Wittmann waren nur im Hintergrund zu hören.