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Kinder und Jugendliche aus Kriegs- und Krisengebieten laufen Schlittschuh auf Einladung des Arbeiter-Samariter-Bunds (ASB) Baden-Württemberg und der Arbeiter-Samariter-Jugend Baden-Württemberg in der St.-Maur-Halle.  Tilo Keller
Kinder und Jugendliche aus Kriegs- und Krisengebieten laufen Schlittschuh auf Einladung des Arbeiter-Samariter-Bunds (ASB) Baden-Württemberg und der Arbeiter-Samariter-Jugend Baden-Württemberg in der St.-Maur-Halle. Tilo Keller
05.03.2017

Ungewohntes Terrain: ASB schickt Flüchtlinge aus Kriegs- und Krisengebieten aufs Eis der St.-Maur-Halle

Für Neulinge auf dem Eis stellen sich die jungen Flüchtlinge in der Eishalle sehr geschickt an. Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Baden-Württemberg und die Arbeiter-Samariter-Jugend Baden-Württemberg haben Kinder und Jugendliche aus Kriegs- und Krisengebieten in die St.-Maur-Halle eingeladen.

Neben den ersten Schritten auf dem Eis am Nachmittag erwartet die Gäste am Abend auch ein spannendes Eishockeyspiel der Pforzheim Bisons gegen die Stuttgart Rebels.

Für den Ausflug haben sich Arbeitskreise aus Pfinztal, Rastatt, Bretten, Sinzheim, Sulzfeld und Loffenau angemeldet. In zwei Bussen sind insgesamt 64 Personen angereist. Die Vertreter der ASB-Jugendorganisation – Marcel Plewan, Franziska Heid und Markus Wiedermann – nehmen Kinder im Alter von zehn bis 17 Jahren sowie deren Betreuer in Empfang und verteilen die Marken für den Schlittschuhverleih.

Die meisten waren noch nie auf dem Eis, so wie die zwölfjährige Zeynep aus dem Irak und ihre zehnjährige Freundin Nazik, die aus Pfinztal-Söllingen gekommen sind. „Wir sind schon mit Rollschuhen gefahren, waren aber noch nie auf Eis“, erklären die Mädchen und sind schon gespannt auf das neue Element. „Auf Rollschuhen sind wir ganz gut und können auch hüpfen und anderes.“ Der zwölfjährige Mohammad aus Afghanistan, der mit fünf Jugendlichen aus Rastatt gekommen ist, bewegt sich recht sicher auf den Kufen. Er hat den Eissport schon in Rastatt und in Baden-Baden kennengelernt. Derzeit bewohnt er in einer Unterkunft ein Zimmer zusammen mit seinen fünf jüngeren Geschwistern und seinen Eltern.

„Es ist wichtig, dass sie mal rauskommen aus den engen Unterkünften“, freut sich Andrea Flackus vom Rastatter Arbeitskreis, die die Jungs aus Afghanistan, Iran, Irak und Syrien nach Pforzheim begleitet. Sie stellt fest, dass es im Vorfeld schwierig gewesen sei, zu vermitteln, um was es bei dem Ausflug gehe. Erst anhand von Bildern habe sie das Freizeitvergnügen verdeutlichen können.