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30.05.2008

Unruhige Pferde und Reiter: Alle warten auf den „S&G Goldstadt Cup“

Die Pferde sind schon ganz unruhig. Gerade angekommen auf dem Gelände des Pforzheimer Reitervereins, müssen sie Schlange stehen für einen Pflichttermin. Ehe sie nämlich beim „S&G Goldstadt Cup“ zu diversen Springprüfungen antreten dürfen, steht am Tag vor dem Turnierbeginn eine ärztliche Prüfung auf dem Programm. „Vet-Check“ nennt sich diese traditionelle Inspektion.

Der Vet, sprich: Tierarzt, namens Dr. Ulrich Walliser überprüft die Turnierpferde auf Blessuren, Turnierfähigkeit, Identität und Impfschutz. Sie laufen einmal auf, einmal ab – und dürfen dann zurück in den Stall. Zumindest die meisten von ihnen. „Wenn Pferde nicht bestehen, dann dürfen sie am nächsten Tag noch einmal vorgestellt werden“, so Walliser.

Während die Einen schon auf den Vet-Check warten, kommen die Anderen gerade erst an. In großen Lastkraftwagen, voll mit Pferden. Es wird rangiert, gewendet und ausgeladen auf der Reitanlage. Pferde teurer als Sportwagen werden in ihre Ställe geführt auf dem Pforzheimer Buckenberg.

Spitzenreiter wie US-Star Peter Wylde oder der österreichische Routinier Thomas Frühmann lassen es sich derweil nicht nehmen, am Rande des Trubels noch eine Runde zu reiten. Auf dem Übungssplatz. Nicht etwa auf dem Turnierplatz, der ist belegt: Ein Team, koordiniert von Parcours-Chef Hans Dussler, baut gerade die Hindernisse auf für die kommenden Springen. „Das ist Routine“, sagt er, „doch immer wieder die steigt die Spannung, je näher das Große Springen am Sonntag kommt.“ Letzteres ist der Höhepunkt des „S&G Goldstadt Cups“ und dotiert mit 50 000 Euro Preisgeld. Der Sieger erhält außerdem einen Mercedes CLC im Wert von 30 000 Euro.

Neben den Geldpreisen und einem exklusiven Flitzer stehen zig Ehrenpreise parat, auf die Turnier-Organisatorin Fritzi Speidel-Zachmann einen prüfenden Blick wirft, bevor diese verliehen werden. Pokale, Präsentkorbe – und vor allem: Schmuck. Speidel-Zachmann weiß: „Auf Schmuck aus der Goldstadt sind die Reiter besonders scharf.“