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Fischereibiologe Klaus Parey stellt den Kindern Fische und Insekten vor, die in der Enz leben. Foto: Ketterl
Fischereibiologe Klaus Parey stellt den Kindern Fische und Insekten vor, die in der Enz leben. Foto: Ketterl
28.09.2017

Urban Nature-Projekt mit Fischerclub: Stadtkinder berühren die Natur

Pforzheim. Eine besondere Unterrichtsstunde haben zwei fünfte Klassen der Weiherbergschule im Rahmen des Projekts „Urban Nature“ auf Einladung der Jugendarbeit Stadtteile des Standjugendrings erlebt. Am Enzufer zeigen Jochen von Treschkow vom Pforzheimer Fischerclub 1875 und dessen Vorsitzender, Fischereibiologe Klaus Parey, wer im Fluss so alles lebt.

„Es ist uns wichtig zu vermitteln, dass die Enz nicht nur eine Abflussrinne, sondern ein Lebensraum ist“, sagt der Experte. Er greift in ein Becken, packt eine Forelle, zeigt sie den Kindern. „Igitt“ ruft da der eine, „Oh süß, darf ich ihn anfassen?“, eine andere. Vieles erfahren die Schüler über die Forellen, ihre Begleitfische wie Mühlkoppe oder Elritze, deren Ernährung mit Insektenlarven, ihre Fortpflanzung und Entwicklung.

Am Ende haben die Kinder noch eine ganz besondere Aufgabe: 1000 Bachforellen, rund sechseinhalb Zentimeter groß, dürfen sie an verschiedenen Stellen entlang des Ufers an der Steubenstraße in die Enz entlassen. „Das hat sich gut angefühlt, freundlich“, sagt der elfjährige Nikola. Eigentlich, so Parey, sei der Besatz nicht nötig – und eine Ausnahme für diesen besonderen Morgen. „Hier kann sich der Fischbestand selbst aufbauen“, sagt der Experte, der die Renaturierungsmaßnahmen lobt.

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