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Völlig demoliert: Eine Dreiviertelstunde benötigte die Feuerwehr, um den eingeklemmten Fahrer aus dem Wrack zu schneiden. Für zwei Insassen aus Pforzheim kam jede Hilfe zu spät.
Unfall © Hill
06.04.2008

Urlaubsreise in den Tod

PFORZHEIM/WELS. Die Fahrt in den Urlaub ist für ein Paar aus Pforzheim zur Fahrt in den Tod geworden. Sie starben am Samstagmorgen nach einem Unfall auf der Autobahn bei Wels (Österreich) in den Trümmern des Kleinwagens eines Heilbronner Ehepaares, mit dem sie zu ihrem Ferienort unterwegs waren.

Nach Angaben des Landespolizeikommandos Oberösterreich und der Feuerwehr Marchtrenk ereignete sich der Unfall gegen 7 Uhr auf der A 24. Ein 57-Jähriger habe in Richtung Linz, kurz nach der Abfahrt Weißkirchen, offensichtlich die Kontrolle über seinen Wagen verloren auf die neben einem Parkplatz beginnende Leitplanke geraten und danach gegen eine Lärmschutzwand geschleudert worden.

Der 61-jährige Pforzheimer, der auf dem Beifahrersitz saß, war offensichtlich sofort tot. Seine Frau, die mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus nach Linz geflogen wurde, erlag dort ihren Verletzungen.

Eine Dreiviertelstunde benötigte die Feuerwehr, um den Fahrer aus dem Blechknäuel herauszuschneiden. Auch er wurde mit dem Rettungshubschrauber nach Linz geflogen. Der Notarzt brachte seine Frau in eine Klinik nach Wels.

Im Einsatz wurden sechs Krankenwagen, zwei Notarztwagen, der Rettungshubschrauber sowie drei Feuerwehrfahrzeuge aus Marchtrenk und zwei weitere aus Weißkirchen. Die A 25 war für die Rettungs- und Aufräumarbeiten über drei Stunden voll gesperrt. Umfangreiche Staus waren die Folge. Später wurde der Verkehr zunächst über den Standstreifen geleitet.

Wegen der Unfallursache und des Unfallhergangs stehen die Beamten der Autobahnpolizeiinspektion Wels vor einem Rätsel. Es gibt keine Zeugen des Unglücks. Zudem fehlen Bremsspuren, die eventuell Aufschluss geben könnten.

Fotos von der Unglücksstelle auf der Internetseite der Freiwilligen Feuerwehr Marchtrenk:
www.feuerwehr-marchtrenk.at