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© Symbolbild: dpa
18.07.2011

Urteil gegen Hells-Vize als klares Signal

PFORZHEIM. Das Urteil - drei Jahre und drei Monate - gegen den Vize-Chef der Rockergruppe "Hells Angels" ist bei Verwaltung und Justiz auf große Zustimmung gestoßen. Oberbürgermeister Gert Hager spricht von "einem klaren Signal, dass solche Umtriebe nicht toleriert werden". Er bezieht sich damit unter anderem auf die Massenschlägerei am 27. November vergangenen Jahres auf dem "Netto"-Parkplatz des Hauptgüterbahnhofs zwischen Mitgliedern der "Hells Angels" und der "United Tribuns".

Drei Beteiligte waren zum Teil lebensgefährlich verletzt worden. Der "Hells"-Vize war ursprünglich auch des versuchten Totschlags angeklagt gewesen, wurde aber "nur" wegen gefährlicher Körperverletzung und illegalen Waffenbesitzes verurteilt. Dass es sich um ein versuchtes Tötungsdelikt handelte, glaubt indessen die Polizei immer noch. Es sei eben nicht bewiesen worden. Polizeichef Burkhard Metzger spricht von einem Schritt, "dass rechtsfreie Räume nicht nur nicht geduldet, sondern auch bestraft werden". Der Leitende Oberstaatsanwalt Christoph Reichert sieht Pforzheim "auf dem richtigen Weg". Er verweist auf weitere Ermittlungsverfahren in gleicher Angelegenheit. Der "Hells Angels"-Ortsverein ist seit Juni verboten. Dagegen läuft eine Klage beim Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg. ol

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