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Foto: Symbolbild
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19.10.2015

Urteil nach Einbruch ins Schmuckmuseum: Ire muss in Knast

Pforzheim. Wegen schweren Bandendiebstahls hat die Auswärtige Große Strafkammer des Landgerichts Karlsruhe in Pforzheim einen 52-jährigen Iren zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und acht Monaten verurteilt.

Die Kammer unter Vorsitz von Andreas Heidrich lag damit zwei Monate unter der von der Staatsanwaltschaft beantragten Strafe. Der Mann war nicht nur Boss der so genannten „Rhino-Bande“, die sich auf den Diebstahl von Nashorn-Trophäen spezialisiert hatte – sondern auch Drahtzieher des Einbruchs ins Schmuckmuseum im Februar 2012. Gestohlen wurde damals ein Fabergé-Ei im Wert von 87 000 Euro (die PZ berichtete). Der Ire war bei einer Routinekontrolle auf der A 8 geschnappt worden – weil er am Steuer telefonierte. Beim Abgleich der DNA stellte sich heraus, dass sein „genetischer Fingerabdruck“ identisch war mit Speichel auf einer vor dem Schmuckmuseum gefundenen Zigarettenkippe. Lange Zeit hatte der Angeklagte geleugnet, aber am Ende ein Geständnis abgelegt, in dem er Hinweise gab auf seine Hintermänner. Das ermöglichte eine Absprache zwischen Staatsanwaltschaft, Verteidigung und Gericht – deshalb das vergleichsweise milde Urteil.

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