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„Bothaaaa“, schreit Uwe Hück, während er auf die Pratzen von Ayhan Isik einschlägt. Sein kommender Gegner Francois Botha schaut im Großaspacher Trikot interessiert zu. Fotos: Walter, Mick (2)
„Bothaaaa“, schreit Uwe Hück, während er auf die Pratzen von Ayhan Isik einschlägt. Sein kommender Gegner Francois Botha schaut im Großaspacher Trikot interessiert zu. Fotos: Walter, Mick (2)
Die dicksten Oberarme des Charity Fights hat Danny Williams.
Die dicksten Oberarme des Charity Fights hat Danny Williams.
04.09.2015

Uwe Hück, Luan Krasniqi und Co.: Die PZ beim Training für den großen Charity-Fight

Aspach/Pforzheim. Wo ist meine Puppe?“ Die Umstehenden trauen ihren Ohren nicht. Verhört? Nein, Francois Botha fragt es wieder, der frühere Boxweltmeister brüllt es geradezu durch das Blockhaus neben dem Stadion der SG Sonnenhof Großaspach. Das macht er zwar auf Englisch, da klingt es aber kaum männlicher: „Where is my puppet?“ Botha, einst Herausforderer von Lennox Lewis und Wladimir Klitschko, sucht vor dem Duell mit dem Pforzheimer Uwe Hück tatsächlich eine aus Perlen gestrickte Boxfigur, so groß wie zwei Hände des „Weißen Büffels“.

Wo sonst Drittligafußballer ihre Siege feiern, ist in dieser Woche ein Boxring aufgebaut, davor hängen zwei Sandsäcke von der Holzdecke. Eine geballte Ladung Männerfäuste hat sich zum einwöchigen Trainingslager getroffen, ehe sie am 7. November in Ludwigsburg für den guten Zweck kämpfen: Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück (53 Jahre) steht hier mit ernster Miene erstmals seinem Gegner Botha (46) gegenüber, während sich die Kontrahenten Luan Krasniqi (44) und Danny Williams (42) mit einer kurzen Umarmung begrüßen. Auch Krasniqis Kumpel Firat Arslan (44) ist samt seines Teams angereist, wenn auch ohne Gegner – aus gutem Grund: Denn während die beiden anderen Kämpfe reine Charity-Fights sind, sind das Duell Arslan gegen Goran Delic wie auch Özlem Sahins Auftritt Profikämpfe.

Weltmeisterliche Wortgefechte

Doch ob Vollprofi, Ex-Profi oder Amateur: Selbstbewusstsein haben die Muskelmänner alle.

„Hey Uwe, bereit für den K.o.?“ fragt Botha die Perlen-Puppe im Boxer-Outfit, die Hück darstellen soll. Just in dieser Sekunde tritt der indirekt Angesprochene, noch im Nadelstreifenanzug und weißem Hemd, dazu – und kontert: „Ich werde dir geben, was du brauchst: Schläge, Schläge, Schläge.“ Als Krasniqi das Rededuell bemerkt, lässt er von dem Boxsack ab, um den er gerade noch herumtänzelte. Zwei Schritte geht er auf Botha zu, blickt ihm in die Augen – und sagt: „Wenn du Uwe schlägst, kämpfst du danach gegen mich.“ Die Reaktion des Südafrikaners: „Nein, dann kämpfe ich gegen euch beide.“

Mehr lesen Sie am Samstag in der „Pforzheimer Zeitung“.