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Bei der Eröffnung der Lernstiftung im vergangenen Jahr begrüßte Hück unter anderem Vize-Kanzler Sigmar Gabriel, die Bundestagsabgeordnete der SPD, Katja Mast, den Landes-Fraktionschef der SPD, Claus Schmiedel, und OB Gert Hager (von links).
Bei der Eröffnung der Lernstiftung im vergangenen Jahr begrüßte Hück unter anderem Vize-Kanzler Sigmar Gabriel, die Bundestagsabgeordnete der SPD, Katja Mast, den Landes-Fraktionschef der SPD, Claus Schmiedel, und OB Gert Hager (von links).
Von dem Mann können sie was lernen: die Flüchtlinge Diyar (links), Sahin und Asis (von rechts) und Uwe Hück (stehend). Fotos: Seibel
Von dem Mann können sie was lernen: die Flüchtlinge Diyar (links), Sahin und Asis (von rechts) und Uwe Hück (stehend). Fotos: Seibel
06.05.2016

Uwe Hück setzt bei seiner Stiftung auf Sport und Lernen

Pforzheim. „Das ist Big Boss“, ruft Andreas Savio in den Raum. Zwei Dutzend junger Männer springen auf. Uwe Hück geht reihum, jeder bekommt den kräftigen Druck der mächtigen Pranke. Der Leiter des Bildungszentrums in der Lernstiftung Hück grinst. „Big Boss“ macht Eindruck, wo er auftaucht. Sei es an seinem Arbeitsplatz im Betriebsratsbüro bei Porsche, am Verhandlungstisch, am Rednerpult – oder bei den Kursen in den Räumen seiner Stiftung. Diyar (18) aus dem Irak und die beiden 17-jährigen Afghanen Asis und Sahin sind beeindruckt. Ihr Deutsch wird von Tag zu Tag besser. So will er das haben, Uwe Hück. „Diese Leute brauchen Perspektiven“, sagt er, „wir dürfen sie als Gesellschaft nicht links oder rechts liegenlassen.“

Jeder an diesem Ort in der Weststadt kennt den Spruch des Chefs – es ist eine der Formulierungen, die auch aus Uwe Hücks Mund sprudeln würde, weckte man ihn mitten in der Nacht: „Das Trikot schwitzt nicht von alleine.“ Der Namensgeber der von ihm ins Leben gerufenen Sport- und Lernstiftung geht mit gutem Beispiel voran, wenn er, von Stuttgart kommend, den feinen Zwirn, in der er als mächtiger Boss des Betriebsrats täglich schlüpft, gegen den Sportdress austauscht.

„Sport heißt Niederlagen einstecken. Sport heißt kämpfen – fair kämpfen. Sport heißt aufstehen. Sport hat Spielregeln“, sagt der 1,90-Meter-Hüne mit dem Sixpack, um den ihn die allermeisten Männer Anfang 50 beneiden. „Und Spielregeln lassen sich auch auf Bereiche außerhalb des Sports übertragen“, fährt der Mann fort, der es vom Waisenjungen aus dem Sperlingshof bis zum Top-Gewerkschafter gebracht hat.

Doch an diesem Tag – erst in der PZ-Redaktion und später in den Räumen der Lernstiftung Hück an der Maximilianstraße – soll es einmal nicht um klassisches oder Thai-Boxen gehen, um Schweiß, Härte, Schnelligkeit und Muskelkraft. Mehr lesen Sie am Samstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.