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Für gute Stimmung sorgt Uwe Hück bei dem nach ihm benannten Turnier auf dem Buckenberg-Sportgelände. Foto: Roller
Für gute Stimmung sorgt Uwe Hück bei dem nach ihm benannten Turnier auf dem Buckenberg-Sportgelände. Foto: Roller
09.07.2017

Uwe Hücks Botschaft: „Aufstehen und weitermachen“

Pforzheim. Zuerst drehte er entspannt seine Runde, drückte viele Hände und klopfte freundschaftlich auf zahlreiche Schultern. Dann nahm Uwe Hück das Mikrofon in die Hand und sagte zu den Umstehenden: „Ich finde es toll, dass ihr alle mitmacht.“Zu diesem Zeitpunkt dauerte der nach ihm benannte Uwe-Hück-Cup schon rund anderthalb Stunden. In 24 Mannschaften traten auf dem Vereinsgelände auf dem Buckenberg mehr als 200 Fußballbegeisterte gegeneinander an.

„Spielt fair“, rief Hück den Teilnehmern zu. Dann forderte der Porsche-Betriebsratschef, Bundesverdienstkreuzträger, ehemalige Thaiboxer und aktuelle Charity-Boxer „einen Applaus“. Und weil ihm der nicht laut genug war, verlangte er noch einen und noch einen – so lange, bis wirklich jeder klatschte.

Fußball sei wie das Leben, hatte Hück zuvor im PZ-Gespräch gesagt. „Du fällst hin, und entweder Du bleibst liegen und sie tragen Dich weg, oder aber Du stehst auf und machst weiter.“ Ziel des Turniers sei es, die Menschen zusammenzuführen – wie unterschiedlich sie auch sein mögen.

Sport als Mittler

Das haben Hück und der FSV Buckenberg an diesem Nachmittag geschafft: Etliche Nationalitäten waren vertreten, Jugendliche und Senioren, Aktive und Freizeitkicker. Bei Temperaturen deutlich jenseits der 30-Grad-Marke lieferten sie sich auf Kleinfeldern Duelle. Darunter waren Carmine Corbisiero und seine Mitspieler. Sie nannten sich „Bar Italia“. So heißt Corbisieros Kneipe, in der sie sich treffen. Sie seien zum ersten Mal beim Uwe-Hück-Cup, sagte er. Ein Spiel hatten sie zu diesem Zeitpunkt schon absolviert – „und 4:0 gewonnen“, wie Corbisiero nicht ohne Stolz erzählte. Die Hitze machte ihm und seinen sechs Kollegen nichts aus: „Als Fußballer ist man alles gewohnt.“ Ein paar Meter weiter bereiteten sich die neun Jungs von „The Incredibles“ auf ihr nächstes Spiel vor. „Wir sind Freunde, die früher alle schon Fußball gespielt haben“, erzählten Harun (20) und Patrick (23). Sie waren aus Stuttgart angereist. Ihr Trainer Sitki arbeitet bei Porsche und hat so von dem Turnier erfahren. Zwei Spiele hatten sie zu diesem Zeitpunkt schon hinter sich: einen Sieg und eine Niederlage. Wie kamen sie mit der Hitze klar? „Perfekt, wir leben für den Sport.“

Am Spielfeldrand unterwegs war Daniel Epoh. Er gehört zu den „Freizeitkickers Kamerun“ – ein Fußballteam, in dem sich junge Studenten aus Kamerun zusammengeschlossen haben. Jeden Sonntag stehen sie früh auf, um auf dem Platz des FSV Buckenberg zu trainieren. Auch einige Asylbewerber hätten bei ihnen angefangen, Fußball zu spielen. Ein paar von ihnen seien mittlerweile beim FSV Buckenberg als Spieler dabei.

Es siegten die „Kabinenkings“ vor „Sbornaja“, der Betriebssportmannschaft des VfB Stuttgart und der „Reisegruppe Durstig“. Der Fairplay-Preis ging an das „1. CfR Pforzheim Inklusionsteam“.

www.lernstiftung-hueck.de