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Matthias Lieb
Matthias Lieb
06.02.2017

VPE und KVV: Ruf nach Fusion im Nahverkehr

Pforzheim. Verwundert über die Antwort der Stadtverwaltung zum „Prüfauftrag zur Auflösung des Verkehrsverbunds Pforzheim-Enzkreis (VPE)“ ist der Verkehrsclub VCD.

„Im VPE sinken seit Jahren die Fahrgastzahlen, während bundesweit die Fahrgastzahlen bei Bus und Bahn ansteigen“, sagt der Landesvorsitzende Matthias Lieb. „Doch statt eine Bestandsaufnahme zu machen und Maßnahmen einzuleiten, um diesen Negativtrend umzukehren, beharren VPE, Enzkreis und Stadt Pforzheim auf der Beibehaltung des erfolglosen Status quo.“ Auch die Verwaltungsvorlage für den Gemeinderat habe „eher den Charakter alternativer Fakten“, beklagt Lieb. So argumentiere die Verwaltung mit vermeintlich höheren KVV-Preisen je Zone, verschweige aber, dass eine KVV-Zone im Schnitt 30 Prozent größer als eine VPE-Zone sei, so der VCD. „Die Verwaltung vergleicht Äpfel mit Birnen, um ja keine Änderung am heutigen unbefriedigenden Zustand vornehmen zu müssen“, so Lieb. Gleichzeitig verschweige die Verwaltung, dass die Tageskartenpreise im VPE signifikant über den Preisen der dreifach größeren Verbünde KVV und VVS lägen. „Solange der VPE nicht bereit ist, sein Tarif- und Verkehrsangebot an der Gewinnung zusätzlicher Fahrgäste auszurichten, bleibt nur die Möglichkeit einer Fusion mit einem leistungsfähigeren Verbund wie dem KVV.“