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Ohne Fleisch: Veggieburger sind beliebt. Doch Metzger aus der Region setzen auf konventionelle Produkte.  Foto: Kalaene/DPA 

Vegan oder nicht? Das sagen Pforzheimer Metzgereien zu fleischlosen Produkten

Pforzheim. Es schmeckt wie ein saftiges Steak oder ein frischer Burger und sieht dabei auch noch gleich aus: Kunden greifen im Supermarkt schon längst vermehrt zu Produkten aus Fleischersatzstoffen. Der „Beyond-Meat-Burger“ hat sich als Absatzschlager der veganen Buletten nicht nur in den USA etabliert: Auch in deutschen Discountern und Supermarktketten ist das fleischlose Produkt beliebt. Doch was sagen Metzgereien in Pforzheim und im Enzkreis – setzen auch sie auf vegane Alternativen?

Metzgereien in der Goldstadt und der Region setzen auf konventionelle Produkte. Sowohl der Eutinger Betrieb Kuppinger als auch Dürr und Beier in Nöttingen lehnen es ab, Burger und Steaks aus Fleischersatzstoffen in ihr Sortiment aufzunehmen. Auch in der Pforzheimer Metzgerei Zorn finden Kunden keine veganen Produkte vor. Dennoch bieten sie vegetarische Alternativen an, wie Gemüse-Bratlinge oder Grünkernküchlein.

Auch darin sind sich die Metzgereien einig: Für sie ist die Qualität der Fleischimitate fraglich. Viele Leute seien sich mit Sicherheit nicht bewusst, wie die Imitate hergestellt werden, so der Betrieb Dürr und Beier. Die Metzgereien halten eine Namensänderung solcher veganen Produkte für zwingend notwendig, denn es sei unverständlich, weshalb man vegane Burger noch immer „Burger“ nenne. Nach Einschätzungen eines Fachmanns aus der Fleischverarbeitung werde die Rezeptur der veganen Produkte nicht ausreichend genug untersucht. Ein gesundheitsbewusster Verbraucher müsse nach seiner Auffassung das Konzept Fleischimitat überdenken. Ob die Qualität des fleischlosen Fleischs den Ansprüchen der Verbraucher entspreche oder ob mögliche Konservierungsstoffe sogar schaden könnten, bleibt auch für die Metzgerei Kuppinger eine ungeklärte Frage. Eine Konkurrenz für die Metzgereibetriebe sehen die Befragten nicht.

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