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Das EnBW-Vorstandsmitglied Bernhard Beck gratuliert in Zuffenhausen Rainer Bornhauser, Ingrid Haas, Elfriede Boyken-Henze und Lilli Gros vom Verein „BiSa – Bürger in der Schule“ zum ersten Platz im Wettbewerb „Echt gut!“ (von links). Foto: Knopf
Das EnBW-Vorstandsmitglied Bernhard Beck gratuliert in Zuffenhausen Rainer Bornhauser, Ingrid Haas, Elfriede Boyken-Henze und Lilli Gros vom Verein „BiSa – Bürger in der Schule“ zum ersten Platz im Wettbewerb „Echt gut!“ (von links). Foto: Knopf
06.12.2015

Verein BiSa wertet Auszeichnung des Landes als Anerkennung und Ansporn für andere Förderer von Kindern

Es war ein würdevoller Abend im Stuttgarter Porsche-Museum. Zum ersten Mal fand die Verleihung des Ehrenamtspreises „Echt gut!“ in Zuffenhausen statt. Mehr als 500 Projekte, Initiativen und Aktionen hatten sich um den Preis des Landes Baden-Württemberg beworben. Beim großen Finale am Freitagabend stand auch der Verein „BiSa – Bürger in der Schule“ ganz oben auf dem Treppchen.

Die Initiative aus Pforzheim kam in der Kategorie „Jugend fördern“ auf Rang eins und erhielt neben der Urkunde ein Preisgeld von 4000 Euro. Zudem drehte der SWR einen Film über das Projekt, der bei der Verleihung gezeigt wurde. Insgesamt wurden in acht Kategorien Preise vergeben. Sozialministerin Katrin Altpeter bat die Delegation der Pforzheimer um Lilli Gros unter viel Applaus nach vorne und übergab mit Bernhard Beck, Vorstandsmitglied der EnBW, Urkunde, Preisgeld und eine Fliese der Karlsruher Majolika-Manufaktur.

„Ohne solch ein ehrenamtliches Engagement würde unsere Gesellschaft nicht funktionieren. Es sind genau diese Menschen, die sich meist ohne großes Aufsehen für das Wohl anderer engagieren. Mehr als 40 Prozent in Baden-Württemberg engagieren sich ehrenamtlich. Dies ist ein Spitzenwert und deutlich mehr als in jedem anderen Bundesland. Das ist ein echter Schatz für unser Land. Wir möchten heute herzlich Danke sagen“, betonte Altpeter.

Wie SWR-Moderator Markus Brock erläuterte, fördert der Verein BiSa Kinder an sieben Pforzheimer Schulen. Die 140 ehrenamtlichen Senioren, Berufstätigen, Studenten und Schüler unterstützen vorwiegend Grundschüler mindestens einmal in der Woche direkt an der Schule oder in den Familien. Dabei arbeiten sie eng mit Lehrern und Sozialarbeitern zusammen. Da ein Großteil der Kinder einen Migrationshintergrund habe, stiegen mit der Förderung auch die späteren Chancen, so Brock.

Die Ehrenamtlichen unterstützen Aktivitäten wie Theater- oder Trommel-AG und gehen mit Viertklässlern ins Restaurant, um Tischkulturen zu vermitteln. Gefördert werden sollen Persönlichkeitsentwicklung, Sprache und Ausdruck, Teamgeist, Rücksichtnahme und Pünktlichkeit. Um die Ehrenamtlichen zu unterstützen, finden regelmäßig Fortbildungen statt.

Die Freude war groß bei Lilli Gros: „Es ist sehr schön, dass unsere Arbeit so gewürdigt wird.“ Dies sei eine Anerkennung für das gesamte Team und die „tollen Kooperationspartner“ an den Schulen. „Wir danken allen, die für uns gestimmt haben, und hoffen, dass wir viele mit unserem Projekt inspirieren können, Kinder zu fördern und ihnen eine Chance zu geben“, so Gros am Rande des Festbüfetts nach dem offiziellen Programm.

Ebenfalls bei der Feier vertreten war Pforzheims DDR-Museum, das in die Top 5 kam, aber in seiner Kategorie nicht auf dem Treppchen landete.