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Mit Muskelkraft wird der Huchenfelder Maibaum aufgerichtet. Tilo Keller
Ein bunter Umzug durch Huchenfeld mit Ponys. Tilo Keller
01.05.2016

Vereint an die Maibäume: Umzüge, Feste, Maischerze in der Region

Mit einem großen Festumzug ist der Maibaum in Huchenfeld zu seinem Stellplatz vor der Hochfeldhalle begleitet worden. Nach einer fünfjährigen Pause sind 22 bestens gelaunte Gruppen dem aufwändig geschmückten Baum auf dem Weg durch den Ort vorangeschritten. Höhepunkt war das Aufrichten des Baumes mit Muskelkraft, dem sich der Tanz in den Mai in der Hochfeldhalle anschloss.

Kurz vor dem Umzug hatten sich die Zuschauer am Straßenrand versammelt. Und so standen einige Gartenstühle oder sonstige Sitzgelegenheiten in den Gärten entlang der Umzugsstrecke. Viele Vereine und einige sonstige Gruppierungen zeigten die Vielfalt des Ortes. Die Mitglieder des Grund- und Hauptschul-Förderverein Huchenfeld waren mit bunten Kränzen und Hüten geschmückt, die Mädchen der Jugendgruppe aus dem Sportverein Huchenfeld schlugen beim Laufen ein Rad nach dem anderen, der TV Huchenfeld baute immer wieder Hürden zu einem Kurzparcours auf, der Freundeskreis Wales führte Fahnen sowie einen großen roten Plüschdrachen mit sich, die Huchenfelder Bikercrew sorgte mit röhrenden Motoren für Aufsehen.

Spritzpistolen und Pyramiden

Der Schwimmsportverein Huchenfeld war mit Spritzpistolen ausgerüstete und sorgte bei den Zuschauern für kleine Erfrischungen, während die Huchenfelder Keibelhexen auch außerhalb der Faschingssaison ihre Hexenpyramiden auf der Straße bauten. Die Schlepper- und Oldtimerfreunde Huchenfeld hatten nicht nur ihre ratternden Schmuckstücke dabei sondern auch eine riesige Taube, den sogenannten Huchenfelder Keibel, was auch der Spitzname der Einheimischen ist. Am Ende des Umzuges wurde der Maibaum von der örtlichen Handwerkervereinigung begleitet.

Oberbürgermeister Gert Hager verfolgte zusammen mit Interims-Ortsvorsteher Gunter Raible und Sabine Wagner, Ortsvorsteherin in Babypause, das Spektakel. Nach einer guten Stunde kam der Baum an seinem Stellplatz an und wurde unter der Leitung von Mike Wieschollek in Position gebracht. „Es ist soweit, der Baum ist in Bereitschaft“, sagte Raible. Er bezeichnete den Maibaum als Symbol für die Hoffnung auf die wärmere Jahreszeit und das Fest als Zeichen der Gemeinschaft. „Es ist toll, was hier auf die Beine gestellt wird, das ist aller Ehren wert“, sagte Oberbürgermeister Hager. Jochen Hüttler moderierte das weitere Aufstellen des Maibaumes. Rund 40 Handwerker und freiwillige Helfer mussten kräftig anpacken, um den stattlichen Baum mit Hilfe von mehreren Stangenpaaren und Sicherungsspießen in die Senkrechte zu bringen. Beim ersten Hub knackte das beanspruchte Holz bedenklich, danach waren noch einige weitere Hübe mit jeweiligem Umstellen der Stangen notwendig. Nach einer Stunde und zehn Minuten war es geschafft, das schwere Gehölz rutschte in den Maibaumschaft und stand unter aufbrandendem Applaus leicht schwankend im auffrischenden Wind. „Es ist sicherlich der höchste Maibaum in der Gegend“, merkte Hüttler an. Die tatsächliche Höhe war nicht bekannt, aber die Dicke des Stammes und die flatternden Bänder in großer Höhe dürften ihm Recht geben. „Es ist außerdem der einzige Maibaum mit Krone und zwei Kränzen“, machte er mit Blick auf die Abstimmung zum schönsten Maibaum in der Pforzheimer Zeitung aufmerksam.

Zur ersten Maihocketse auf dem neuen Quartiersplatz an der KF mit Baumschmücken und Gegrilltem waren am Donnerstagweit über 100 Besucher gekommen. Der Musikverein Dillweißenstein unterhielt musikalisch. Im Stadtteil Würm stellten unter den Augen von Ortsvorsteher Rüdiger Nestler und zahlreicher Bürger 15 Männer und Frauen der Würmer Wehr am Freitag abend vor der Würmtalhalle den Maibaum auf. Jugendarbeit Stadtteile hatte bereits vorher mit seinem Spaß- und Spieleangebot für die Jugend begonnen. Die Eutinger waren einen Tag später dran: Ortsvorsteher Helge Hutmacher und die freiwillige Wehr Eutingen sorgen für den reibungslosen Ablauf der Maihocketse auf dem Dreschplatz an der Turnhalle. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung vom Spielmannszug und der Big Band der Feuerwehr Pforzheim. Zur selben Zeit stellten die Brötzinger ihren Maibaum auf mit Hilfe der Kranverleihfitrma Eberle.