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Waren schon bei der Schließung des Huchenfelder Hallenbads tieftraurig und müssen nun auch noch verschmerzen, dass es für den geplanten Neubau keine Förderung gibt: Anna-Fee und Friedrich Augenstein vom SSV Huchenfeld. Foto: PZ-Archiv
Waren schon bei der Schließung des Huchenfelder Hallenbads tieftraurig und müssen nun auch noch verschmerzen, dass es für den geplanten Neubau keine Förderung gibt: Anna-Fee und Friedrich Augenstein vom SSV Huchenfeld. Foto: PZ-Archiv
10.04.2019

Vergebliche Hoffnung auf Fördermillionen vom Bund: Pforzheimer Bäder gehen leer aus

Pforzheim. Knittlingen kann sich freuen, doch für Pforzheim sind es wie für weitere Bewerber aus der Region schlechte Nachrichten, die die Bundestagsabgeordneten Katja Mast (SPD) und Gunther Krichbaum (CDU) am Mittwoch verkündeten. Zwar profitiert das Knittlinger Freibad von Bundesfördermitteln – das Bad in Huchenfeld sowie das Fritz-Erler-Bad gehen wie das Freibad in Remchingen und das Schulschwimmbecken in Heimsheim leer aus. Das ist das ernüchternde Fazit aus der Sitzung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestags, der die Förderungen aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ beschlossen hat.

„Angesichts des bundesweiten Ansturms auf das Programm bin ich froh, dass es gelungen ist, eine Schwimmbadsanierung in der Region gefördert zu bekommen“, so Mast. Dennoch bleibe der Bedarf der anderen Schwimmbäder bestehen: „Unsere Region ist – auch wegen der angespannten Haushaltsituation in Pforzheim – wie keine andere dringend auf Förderungen für die Bäderlandschaft angewiesen.“ Hier sieht Mast den Bund weiter in der Pflicht. Auch das Land müsse ein Sanierungsprogramm für Bäder auflegen. „Natürlich ist es sehr bedauerlich, dass die anderen Projekte nicht zum Zuge kamen“, sagt Krichbaum, der zuvor in einem Brief an Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) explizit auf die dramatische Lage Pforzheims aufmerksam gemacht hatte. Krichbaum verweist darauf, dass das Programm trotz einer nachträglichen Mittelaufstockung insgesamt um das Dreizehnfache überzeichnet war. „Insofern ist es ein großer Erfolg, dass einer von vier Anträgen aus unserer Region bewilligt wurde.“

Pforzheim jedoch hatte auf den jeweiligen Höchstsatz der Förderung für die im Antrag mit 6,1 Millionen Euro veranschlagte Sanierung des Fritz-Erler-Bades und den mit 6,8 Millionen Euro angegebenen Neubau in Huchenfeld gehofft. Angesichts der konjunkturellen Entwicklung dürften diese Projekte die Stadt sogar noch um einiges teurer kommen.

„Wir sind natürlich enttäuscht, dass wir mit keinem der beiden Bäder zum Zuge gekommen sind“, sagt der Erste Bürgermeister und Bäderdezernent Dirk Büscher auf PZ-Nachfrage in einer ersten Reaktion: „Eine Förderung hätte uns bei unserer Aufgabe, die Bädersituation in Pforzheim zu verbessern, natürlich sehr geholfen.“

Nichtsdestotrotz werde die Stadtverwaltung die durch den Gemeinderat formulierten Beschlüsse zu den Bädern „konsequent umsetzen“, so Büscher.

Mehr lesen Sie am Donnerstag, 11. April, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

Demagoga
11.04.2019
Vergebliche Hoffnung auf Fördermillionen vom Bund: Pforzheimer Bäder gehen leer aus

Huchenfeld geht auch ohne Fördergelder. mehr...

mucpeter
11.04.2019
Vergebliche Hoffnung auf Fördermillionen vom Bund: Pforzheimer Bäder gehen leer aus

Das ganze ist doch nur noch armselig, wenn eine angeblich so reiche Industrienationen mit einem Steuerüberschussrekord nach dem anderen es nicht schafft, einige Bäder zu renovieren. Hier wäre eine Diskussion über Ausgabenprioritäten auf allen staatlichen Ebenen dringender denn je. mehr...