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Foto: PZ-Archiv

Vergleichsvorschlag: Stadtverkehr begnügt sich mit 500.000 Euro

Pforzheim. Der Aufsichtsrat des in Liquidation befindlichen Stadtverkehrs Pforzheim (SVP) hat nach PZ-Informationen einem Vergleichsvorschlag von Arbeitsrichterin Petra Selig zugestimmt – und würde damit auf rund die Hälfte der ursprünglich erhobenen Teilforderung, die man an die Gewerkschaft Verdi hat, verzichten. Das gilt natürlich nur für den Fall, dass auch Verdi zustimmt. Bei der juristischen Auseinandersetzung geht es um die Höhe des Schadens, der durch den monatelangen Streik der Busfahrer der SVP entstanden sein soll.

Die 100-prozentige Tochter der Stadt Pforzheim will eigentlich 995.000 Euro Schadenersatz – denn die Dienstleistungsgesellschaft hatte zum Streik aufgerufen. Verdi weist die Forderungen zurück. Ein Gütetermin vor dem Arbeitsgericht am 1. August war gescheitert. Immerhin hatte Selig den Vorschlag gemacht, dass Verdi der SVP eine halbe Million Euro überweist.

Für eine Stellungnahme waren am Donnerstag weder der Erste Bürgermeister Dirk Büscher noch der Leiter des Eigenbetriebs Pforzheimer Verkehrs- und Bäderbetriebe (EPVB), Bernd Mellenthin, zu erreichen. Spätestens am Donnerstag, 23. November, wird man sich zum Kammertermin wiedersehen, falls es bis dahin zu keiner Einigung kommt.